Sonntag, 26. Februar 2012

Around the world ... quatsch ... around the island - La Gomera an einem Tag!

Hammertag gestern – komm daher auch erst heute zum Schreiben. Und auch das gestaltet sich schwierig, da mein Kopf so voll ist und mir die Sonne auf’s Display scheint …

Habe mir gestern morgen nach einer äußerst unruhigen Nacht, in der die Gomeros die Nacht zum Tag gemacht und bis morgens um 5.30 Uhr unter meinem Fenster (naja, quasi unter meinem Fenster, der Hafen ist ja nur eine Häuserzeile entfernt) ihrem Karneval gefrönt haben, mein Auto abgeholt. 

War Freitag abend auch noch kurz da, weil ich ja eigentlich in meiner Fischerkneipe essen wollte, aber da war kein Durchkommen. Getränke gab’s, Essen weniger – Menschenmassen vor’m Tresen und um das Gebäude rum und halt auch auf dem Karnevalsgelände. 

War sehr viel geiler als am Donnerstag mit dem Raggamuffin-Quark. 

Habe mich dann aber irgendwann auf den Weg zu einem anderen Restaurant gemacht und dort eine köstliche Fischsuppe gegessen … Hat zwar nur für kurze Zeit satt gemacht, war aber äußerst lecker. Der Wirt dort war auch schon in Karnevalslaune, insofern gab es auch nur Fischsuppe und Salat …
Wollte ja eigentlich noch in die Cacatua-Bar, um Mails zu verschicken, aber auch die hatte zu: „Closed! We celebrate carneval!“ Heute hat sie übrigens auch zu, aber nicht wegen Carneval, sondern weil Sonntag ist. Werde ich also nachher wieder ins Bistro gehen (und hoffe, dass dieses auf hat), die haben mich Freitag abend auch mit ihrem W-Lan „gerettet“.
Aber das ist ja auch schnurzenpiepen, wo ich was gegessen und getrunken und von wo aus ich E-Mails verschickt habe …

Ich habe Thomas übrigens tatsächlich meine ersten 3 Tage Tagebuch geschickt und mich für heute abend mit ihm zum Skypen „verabredet“ – wenn er meine Mail denn gelesen hat …
So, nun aber zurück zu gestern und damit zu diesem wirklich traumhaften Tag.
Ich habe mir morgens mein Auto bei dem kleinen Laden unten bei mir an der Ecke abgeholt und mich wieder einmal gewundert, mit wie wenig Worten bzw. Vokabeln die verschiedenen Nationen doch auskommen … Ein paar Brocken Spanisch, noch weniger Brocken Englisch, aber irgendwie bekommt man das alles hin und genießt es sogar! Ich nicht weniger als mein Vermieter :)

Ich bin dann mit einem schnuckeligen C3 MIT SERVOLENKUNG (ich wusste gar nicht mehr, wie geil das ist und bin tatsächlich ein wenig neidisch auf alle Servolenkungbesitzer) über die Serpentinen und Berge raus aus dem Tal in den Nationalpark gefahren, der gar nicht, wie am ersten Tag angenommen El Greco heißt sondern Garajonay (El Greco heißt nur der eine Ort, dessen Ortsschild ich auf der Tour hierher gelesen habe).








Ich wollte ja eigentlich „nur" die Route 16 aus meinem Wanderführer wandern. Da ich aber so früh dran war und keine Wolke am Himmel war, habe ich mich dazu entschlossen, auch noch auf den höchsten Berg von La Gomera hinaufzuwandern.

"Alto de Garajonay". Hat mich 2 Stunden Hinweg und ziemlich viel Schweiß gekostet, war aber eine richtige Entscheidung.

Oben angekommen war außer mir nur noch ein einziges Päärchen, ansonsten niemand. Stille pur, Sonne und viel Vogelgezwitscher. Laut meinem (wie ich jetzt weiß ziemlich überbewerteten Wanderführer) soll es dort oben immer ziemlich voll sein, war es aber nicht!




 



Lag sicherlich auch an der frühen Tageszeit, denn als ich am späten Nachmittag noch einmal an dem Parkplatz vorbei gefahren bin, war der probbevoll. 

Egal, ich hatte also einen Berg sozusagen ganz für mich alleine. Dazu einen tollen Blick auf den Vulkan von La Palma und den Teide auf Teneriffa. Viel zu viele Fotos geschossen, das ist halt der Fluch der Digitalfotografie – eins mach ich noch … und noch eins … und noch eines …





Im Nationalpark waren alle Wanderrouten bestens ausgeschildert, zurück bin ich daher einen anderen Weg zum Parkplatz gelaufen. War kürzer, aber auch sehr viel anstrengender als der Weg bergauf, da es teilweise über ziemlich glitschige Wege und Felsen ging. Naja, Felsen ist vielleicht ein bisschen übertrieben :). Leute mit Klettererfahrung würden es wahrscheinlich als „Steinchen“ bezeichnen ... Aber so hat halt jeder seine eigene Wahrnehmung vom Leben :)!

Zurück am Auto habe ich mich dann entschlossen, auch noch meine „geplante“ Route 16 zu laufen. 

Dieser Weg lag auf der anderen Seite der Straße und ist laut Wanderführer „mehr ein gemütlicher Spaziergang ohne viele Auf- und Abstiege“. Denkste! 

Wenn das eine Tour ohne viel Auf- und Abstiege war, werde ich noch mal Jungfrau! Es ging auf und ab und auf und ab und war viel anstrengender als die Tour auf den Gipfel hinauf. Dafür gab’s aber die vielgepriesenen „wunderschönen Ausblicke“. 




Anfangs war ja alles noch sutsche. Schöner Weg und immer schön bergab. Fand ich toll! Überhaupt nicht anstrengend!



Irgendwann allerdings fiel mir dann auf, dass es ja eigentlich eine Tour "ohne Auf- und Abstiege“ sein sollte.
 
Also habe ich mir mein Buch rausgekramt. Alles richtig gemacht! Ich war auf der richtigen Strecke und habe diesmal sogar die angegebenen Wegmarkierungen gefunden. Also bin ich weiter gelaufen … und gelaufen … und wieder hoch und danach wieder runter etc. etc. 





 





 

Nach 2 Stunden war ich fertig mit Jack und Büx und musste mich irgendwann sogar von einem älteren Paar mit Wanderstöcken überholen lassen (schäm, ich muss echt mehr Sport machen). Irgendwann hatte ich dann den letzten Wegweiser der Route 16 gefunden. Ich hab mich so gefreut!!

Laut Buch sollte darauf „Parajito 0,6 km“ stehen. Und weiter stand in diesem blöden Wanderführer “Jetzt folgt ein kleiner Aufstieg und bevor sie noch ihren Wanderführer verfluchen können, der ihnen eine Tour ohne Aufstieg versprochen hat, ist dieser auch schon wieder vorbei und sie genießen den Blick auf den Rocco“. (Rocco ist ein Fels).



Drücken wir es so aus … Auf dem Schild stand „Parajito 2,5 km“ und es war definitiv ein Aufstieg.

Zwar ohne Klettern, dafür aber stetig bergauf.

Vor jeder Kurve dachte ich, gleich hast du es geschafft, nach jeder Kurve ging es weiter steil bergauf. Irgendwann war ich so wütend, dass ich ziemlich laut „ich hab keinen Bock mehr“ geschrien habe und das war dann zum Glück auch das Ende. Der Route, nicht meines, aber viel gefehlt hätte nicht mehr ...


 
 
Oben auf dem Berg war ein ziemlich großer Platz mit einer Bank. Auf der saß eine Frau mit hochrotem Kopf. Wahrscheinlich sah ich genau so aus! Sie meinte ziemlich trocken zu mir: „Ich auch nicht!“ Dann warf sie einen Blick auf meinen Wanderführer, hielt mir ihren entgegen und meinte nur vollkommen fertig “Den hab ich auch!“ 

Wir haben dann (immer wieder von Atempausen unterbrochen) ein bisschen geplauscht. Sie ist auch Wanderanfängerin und hat sich das eigentlich auch ein wenig anders vorgestellt. Ich habe von meiner Wandertour am Freitag mit dem Kakteenwald erzählt. Sie guckte mich daraufhin an und meinte: „Was soll’s! Ich hab ein Hotel mit Pool, der will ja auch genutzt werden! ICH jedenfalls bin mit dem Thema Wandern auf La Gomera durch!“

Die Moral von der Geschicht – trau deinem Wanderführer nicht.

Ich war abends auf der Rücktour  noch einmal in Las Hayas und habe mir den Einstieg in die eine Tour angeschaut, die ich gerne laufen will und die mit „mittlerer Beanspruchung“ angegeben ist. 

Den Einstieg der Tour habe ich schon mal nicht auf Anhieb gefunden habe, sondern erst nachdem ich mit anderen Wanderern gesprochen habe, die die Tour von unten gelaufen sind.

Sie meinten: "Ist okay! Jedenfalls, solange man hoch geht. Dann sieht man die Abgründe in der Schlucht nicht so doll …"

Das macht mir Mut, richtig Mut! Aber dennoch werde ich diese Tour nächste Woche auf jeden Fall in Angriff zu nehmen. Clever wie ich bin, werde ich dazu aber den Bus morgens um 8.00 Uhr nehmen, so dass ich auf jeden Fall den ganzen Tag Zeit habe, um entweder mit Pausen entspannt runter zu gehen oder aber die Tour zwischendurch zu unterbrechen und an der Hauptstraße (die ich dann hoffentlich auch wieder finden werde) auf irgendeinen der zwei Busse zu warten, die hier am Tag fahren.

Mein Wanderführer ist übrigens mit dem Siegel „Beste Reihe Wanderführer“ ausgezeichnet – und das erst im Jahre 2010! Ich will mir gar nicht ausmahlen, was dann in den anderen Führern steht ... 

Ich habe gestern abend bei Maria noch mit einem Typen gesabbelt, der gerade die Berge runter geklettert war, allerdings von El Cercado aus. Er sah ziemlich durchtrainiert aus und hatte entsprechende Klamotten an (gut, das kann täuschen), aber auch er meinte zu mir, dass das mit den Wandertouren auf dieser Insel wohl nicht so ganz hinkommt.

„Meine Knie zittern immer noch und ich bin Berge gewohnt“. Ich mochte daraufhin natürlich gar nicht von meinen beiden „Minitouren“ erzählen (die aber auch zusammen knapp 15 km ausgemacht haben!) ... Solidarisch wie wir Wandersleute sind :), haben wir daraufhin erst einmal ein  Sonnenuntergangsbier getrunken.

Aber zurück zur Tour über die Insel: Nach dem Nationalpark bin ich souverän über die Berge nach Vallehermoso gefahren. Vallehermoso heißt „das schöne Tal“ – und das ist es auch! In einem Tal gelegen, bunte Häuser, viele Bananen etc. etc. Ich habe Hannah schon geschrieben, dass es hier ein wenig wie auf Bali ist. 





Natürlich nicht von den Temperaturen her, aber vom Landwirtschaftsanbau. Dadurch dass die Berge so hoch und steil sind, mussten sich auch die Gomeros was ausdenken – und das haben sie ebenfalls über Terrassenanbau gemacht. Nur dass hier kein Reis, sondern Salat, Gemüse und Obst wächst. 

In Vallehermoso ein Süppchen gegessen, mich an dem Ort erfreut und dann bin ich weiter nach Agulo gefahren. Das ist der Ort, weshalb ich ja eigentlich auf La Gomera als Urlaubziel gekommen bin. Ich habe ein wunderschönes Foto im Internet gesehen. Buntes Dörfchen über dem blauen Atlantik und im Hintergrund der Teide. Habe mich dann als Übernachtungsort aber dagegen entschieden, weil es im Norden zu dieser Zeit immer regnen soll (Passatwolken).

Nun, GESTERN war das nicht so. Schnuckeliges Dörfchen im Sonnenschein. Fast mittelalterlicher Kern, schiefe Häuser, Kopfsteinpflaster und nix los. Also wieder viel zu viele Fotos gemacht …


Ganz entspanntes Dörfchen, aber die ganze Insel ist ja sowieso herrlich entspannt. Gefällt mir wirklich gut hier – sowohl von den Leuten als auch vom „Spirit“ her, wie Michi jetzt sagen würde. 





In Agulo habe ich mir dann ein fettes Stück Mandelkuchen und einen leckeren Cortado gegönnt und bin dabei mit einem deutschen Paar ins Gespräch gekommen, die jetzt in der Schweiz – und das auch noch in Baumgarten! – leben. Ich erzählte, dass ich ja eigentlich auch in Agulo wohnen wollte, mich dann aber noch ein bisschen "wetterschlau" gemacht habe.

Die Frau sagte mit einem Blick auf ihren Mann / Freund: „GANZ schlechtes Thema!“ 

Woraufhin er meinte: „Wir hätten auch Skifahren können! Wir haben die Berge vor der Haustür! Aber SIE wollte Sonne! Wir sind seit 9 Tagen hier, morgen fahren wir wieder ab und heute ist der ERSTE Tag, an dem die Sonne scheint. Sonst gab's nur Nebel, abgelöst von viel Regen!“ 

Er war echt ein wenig genervt! Sie hingegen war ziemlich entspannt, streichelte zwischendurch sein Bein und meinte: „“ Aber schön war’s doch, Schatzi!“ 


Lange Rede, kurzer Sinn – ich bin hier schon ganz gut aufgehoben, wo ich bin … Obwohl ich mir von den Temperaturen auch etwas anderes vorgestellt habe. Im Grunde genommen ist es ein bisschen wie Nordsee im Sommer. Die Sonne kommt immer mal wieder raus, aber es fegt einem auch oft ein eiskalter Wind um die Nase.


Von Agulo bin ich dann weiter nach Hermigua gefahren, habe dort aber keinen Zwischenstopp mehr eingelegt. Dann wieder zurück durch den Nationalpark zurück ins Valle Gran Rey, mit einem kurzen Abstecher  nach Las Hayas, um mir meinen „Wandereingstiegspunkt“ anzuschauen. Und keinerlei Probleme mit den Serpentinen! Überhaupt keine! Habe gestern abend noch einmal überlegt, woran das liegt. 2 Varianten habe ich ausgemacht – die erste: Kreta im Oktober ist noch nicht lange her! Aber das zählt nicht! Die zweite ist die Entscheidende – hier gibt es STRAßEN! Und nicht nur Schotterpisten! Und die Straßen haben an den „abfallenden“ Punkten richtige Leitplanken und nicht nur kurze Bretter! Und außerdem sind kaum Leute unterwegs. Jedenfalls keine wilden Griechen, die in jeder Kurve überholen wollen! Sofern es sich um Straßen und nicht um Schotterpisten handelt, komme ich anscheinend auch gut mit Serpentinen zurecht, egal, wie hoch und wie kurvig sie sind. Bin ganz begeistert von mir!
 
Las Hayas habe ich schon beschrieben, kann ich also auslassen.


Zurück in Vueltas habe ich nur kurz meine Füße aus den Wandersocken und –schuhen befreit, mich in meine Jeans geschmissen und bin direkt zu Maria GEFAHREN – umweltpolitisch nicht gerade astrein, aber schließlich hatte ich das Auto ja vor der Tür stehen und war mit allem Drum und  Dran locker meine 20 km gelaufen. 

Bin zum Supermarkt, habe mir eine Dose Carnevalsbier mit einem schicken Motiv gekauft (und habe wieder mal ein Foto gemacht) und mich auf die Steine gesetzt und auf den Sonnnenuntergang gewartet. Sehr relaxt, sehr entspannt, Trommler am Strand, die für eine fast „trancige“ Atmosphäre gesorgt haben und nur nette Leute um mich rum. Nicht, dass nun alle hochtrabende Gespräche miteinander führen würden – im Gegenteil. „Kannst du mal eben rücken?“ „Hattest du einen schönen Tag?“ „Wundervoller Sonnenuntergang, oder?“ So in diesem Stil. Wirklich sehr sehr peacig und relaxt. Der Sonnenuntergang war ein Traum (jaja, es gab  noch mal ein oder zwei Fotos …) und danach haben sich ungefähr 150 Leute wieder auf den Weg in ihr Appartment oder sonst wohin gemacht. 


Ich habe gestern abend auch „rausbekommen“, dass La Calera sozusagen das Anidri von La Gomera ist. Da hängen die ganzen Aussteiger rum, einige machen Business, andere starren halt auf’s Wasser, und hier „unten“ ist halt der Rest. Wie in Palle … aber ich wohne gerne hier unten mit Blick auf den Hafen und mittendrin. Laufe schon genug und muss nicht abends oder nachts immer noch im Dunkeln 2 km den Berg hochkraxeln:).
Ansonsten gibt es hier wirklich Massen von Deutschen (insbesondere Hamburgern), die hier hängen geblieben sind – das aber auf eine ganz nette Art. Die „Uralthippies“, von denen ich die ersten ein oder zwei Tage geschrieben haben, sind nicht diejenigen, die hier wohnen. Das sind die, die meinen, hier in 4 Wochen die Welt verbessern zu wollen … 

„Meine“ Hippies vom Schiff treffe ich im übrigen auch jeden Tag wieder. Sie wohnen immer noch am Strand (und das bei dem Wind), der Hund bekommt täglich eine Streicheleinheit von mir und inzwischen habe ich auch herausbekommen, dass sie aus Finnland kommen.

Vielleicht deswegen die nackten Füße auf der Fähre? Weil 10 Grad im Winter denn doch warm sind? Keine Ahnung … ist mir auch schnurzen.
 
Nach diesem vollen und traumhaften Tag gestern war ich nur noch kurz essen. Eigentlich wollte ich in ein Restaurant mit Balkon über’m Meer, dass ich mir vorgestern (?) schon mal ausgesucht hatte. Bin ich aber gar nicht hingekommen, da ich auf dem Weg dorthin, von einem Wirt angesprochen wurde, der dick und alt und furchtbar lustig war (kam mir jedenfalls so vor, richtig verstehen kann ich ihn ja nicht – er hat auf jeden Fall gelacht und hatte viele Falten um die Augen) . Ich bin also in seinem Lokal hängen geblieben, habe mit ihm Orangenlikör getrunken, dafür aber ziemlich das schlechteste Essen bisher hier auf dieser Insel gegessen. Wollte grilled fish, bekam gebackene Calamaris mit schlecht gewürzter Mojo …
Dann war’s 21.00 Uhr und ich war willens, auf die Goa zu gehen … die aber erst um 22.00 Uhr anfing. Also bin ich noch kurz auf meine Dachterrasse, habe mich auf meine Liege gelegt, mir meine Decken über den Bauch gelegt, in die Sterne geguckt und … gegen 24.00 Uhr wieder aufgewacht. Fröstelnd, zitternd und von „Knallereien“ am Hafen geweckt. Wäre ich in Palle würde ich sagen, die Griechen feiern gerade Hochzeit und schießen deswegen wieder in die Luft (und hoffentlich nicht auf die Feinde im Dorf). 

Da ich aber auf La Gomera bin, würde ich das mal als „Carnevals-letzter-Tag“ deuten, der im übrigen auch heute wieder bis morgens um 5.00 Uhr ging. Ich konnte mich auf jeden Fall nicht mehr aufraffen, noch mal los zu gehen, habe mich in mein Bett gekuschelt und wieder wie wild geträumt.
Heute morgen gegen 9.00 Uhr aufgewacht und dann zum Bäcker, Brötchen holen. „Hola“ bei meiner Hafenkneipe gesagt, „Hola“ bei meinem Autovermieter gesagt und "Hola" bei meinem Wirt von gestern abend gesagt. 

Danach habe ich mich mit meinem Buch auf die Dachterrasse verzogen. Den Tag damit verbracht, die Liege von einem Windschatten in den anderen zu ziehen, „Das Gleichgewicht der Welt“ von Rohinton Mistry weiter zu lesen und an Thomas und unser weiteres Leben zu denken und mich darauf zu freuen.
Nun ist es knapp halb sieben, Zeit für den Sonnenuntergang :) und morgen warten die Wale!


 
Obwohl … wenn ich mir die Wellen heute so anschaue und dann noch mal über das Boot nachdenke … nicht zuviel nachdenken, Sabinchen, leben!

































Freitag, 24. Februar 2012

Spiegel, Felsen und Kakteen



Karneval war nix für mich – die Leute hatten alle eindeutig einen immensen „Vorsprung“ und dabei hatte ich  auch schon 2 Wein getrunken :).
 
Spass beiseite – war ganz nett, aber als ich gestern abend endlich runter ging, war die Veranstaltung sozusagen schon im Auflösen.

Kein Wunder, fing ja auch schon um 16.00 Uhr nachmittags an. Motto gestern war: „Männer verkleiden sich als Frauen“ und dementsprechend „tuntig“ lief das auch ab. Musik war anfangs sehr geil, driftete dann aber leider sehr in „raggamuffinhardcore“ ab, wie ich das immer nenne. 



Ich bin dann irgendwann zu der Party in die Cacatua-Bar rübergegangen – und DA war das nett! Geile Location, geile Preise, RAUCHERBAR drinnen wie draußen, laute Musik und rundum nette Leute – jedenfalls die Barkeeper, ansonsten habe ich mich kaum unterhalten. Und außerdem noch Wifi for free – werde meine Schreibaktionen am Abend wohl von meiner Dachterrasse in diese Kneipe verlegen … 

Samstag ist Elektro-Party, laut dem Barkeeper (dessen Namen ich nicht mehr weiß) schön minimalistisch und goamäßig. Samstag ist auch letzter Karnevalstag („Sardinentag“ – was auch immer ich mir darunter vorstellen soll) und dann haben alle Leute wohl auch Bock auf andere Musik und andere Sphären.

Heute morgen habe ich dann nach 2 Tagen auch endlich mal festgestellt, dass ich meine Uhr noch gar nicht umgestellt habe. Bin aufgewacht um 7.59 Uhr und draußen war es stockenduster! Dachte erst, ich bin noch im Traum :). Beim Supermarkt habe ich dann allerdings mitbekommen, dass meine Uhr verkehrt gehen muss, da der Supermarkt angeblich um 8.30 Uhr auf macht und ich um 9.15 Uhr meiner Zeit vor verschlossenen Türen stand. 

Es gibt nix, was es nicht gibt … bzw. war mir nicht passieren könnte – das würde Regina jetzt sagen.

Die Nacht war im übrigen grauselig – ich habe wie wild von Sven (Thies Sven, nicht mein Sven) geträumt, der mir heute nacht unbedingt noch einmal erzählen wollte / musste, weshalb er sich seinerzeit umgebracht und was für ein Gefühl das für ihn war. 

Bin mehrfach aufgewacht, jedes Mal beim Einschlafen aber wieder in den Traum geglitten - Horror! Keine Ahnung, was ich damit „aufarbeiten“ soll, will ich eigentlich auch gar nicht wissen … 

Aber komisch ist das schon. 

Fast immer im Urlaub habe ich Alpträume, nicht oft, aber so ein bis zwei Nächte sind Satz und das auch noch oft am Anfang.. Warum ist das so? Soll ich mir bewusst machen, dass es keine Entspannung für mich gibt? 

Würde ich als absolut dämlich verwerfen - wenn sich nämlich jemand entspannen kann, dann bin ich es. 

Soll es mir bewusst machen, dass es mir blendend geht? Weiß ich! Kann also auch nicht der Grund sein. 

Warum also kann ich – gerade zu Urlaubsanfangszeiten – nicht einfach ruhig und wie Baby schlafen? Muss jetzt gerade an den Urlaub auf Sardinien denken, wo ich anfangs 3 oder 4 Nächte jede Nacht den gleichen Traum hatte, in dem ich meinen Chef geköpft habe. 

Gut, die Verbindung dazu herzustellen, fällt nicht unbedingt schwer, aber doof war das schon – Regina konnte überhaupt nicht mit meinen Aufwachstimmungen umgehen und wir haben uns nur angezickt. Aber das ist ein anderes Thema und auch schon lange her, zum Glück sind wir ja endlich wieder im „reinen“.

Hatte gestern abend gar nichts mehr gegessen, dementsprechend ausgehungert war ich heute morgen. Nachdem ich also eine Viertelstunde vor dem Supermarkt auf dem Bürgersteig gesessen habe, bis dieser endlich aufmachte, bin ich flugs mit meinem Radel wieder zurück und habe mir ein opulentes Frühstück auf meiner Dachterrasse gegönnt. Brötchen, Eier, dieser geile Schinken (von dem ich heute gleich noch einmal 4 Pakete gekauft habe, da ich mein gestriges Paket schon gestern mittag vertilgt habe), Saft, Tee, Obst ... ich war pappensatt und rundum zufrieden. 

Hinzu kam, dass es richtig WARM war. Die Sonne kam über den Berg und ich hatte das Gefühl, ich müsste mich ausziehen ;).

Da ich ja aber heute noch das Fahrrad hatte, habe ich mich natürlich nicht ausgezogen, sondern meine Klamotten gepackt und bin zum „Hauptstrand“ bei Maria gefahren. 

Wie albern, wo ich doch auch einen Strand direkt vor’m Haus habe :). Aber da kam wohl das „Nun hasste schon das Fahrrad gemietet, dann nutze das auch“ im Unterbewusstsein hervor. 



Am Strand angekommen fiel mir dann auf, dass ich nur meinen Sarong, nicht aber etwa einen Bikini eingepackt hatte … 



Dumme Geschichte, da dieses der Dorfstrand ist. Nacig rumliegen ist dort nicht gerade angesagt! Also wieder auf’s Fahrrad (immer noch schön warm, fast schon zu warm, um sportlich unterwegs zu sein) und weiter zur Playa del Ingles. 



Dieser Strand liegt ganz andere Seite vom Tal, war ich gestern auch schon kurz mit dem Fahrrad. Gestern war es megawindig, heute windstill, dafür gab es aber meterhohe Wellen. 

Kann mir mal irgendjemand erklären, wieso das so ist? 

Egal – es war immer noch warum! Ich bin einmal mit nackten Füßen über den Strand geschlendert und aus Versehen von einer Welle erwischt worden – nicht ich, sondern nur meine Füße, versteht sich. Und das war dann nicht mehr warm, sondern grottenkalt! 

Es gibt Leute, die baden zu dieser Jahreszeit im Atlantik, für mich unvorstellbar. Allein die Vorstellung lässt mich schon frösteln …

Irgendwann habe ich dann ein Plätzchen gefunden, dass mir gefiel, mich endlich ausgezogen, mir die Haare hochgetüdelt, mein erstes Zigarettchen des Tages geraucht und mich auf meinen Sarong gepackt – und schwuppdiwupp war es dann auch mit der Wärme vorbei. 

Wolken über Wolken, kalter Wind, ich wie Puter … Nicht schön! 

Ich habe mir also wieder die Hose und das T-Shirt angezogen, ein bisschen gelesen, schwuppiwupp kam die Sonne wieder raus. Also wieder ausgeplünnt, kurz danach wieder in die Klamotten gestiegen (die Wolken kamen wieder) und so ging es in einem fort. Irgendwann wurde es mir zu doof ... 

Ab auf’s Fahrrad! Ich bin noch ein bisschen durch die Bananenfelder gefahren und habe dann gegen Mittag das Rad wieder abgegeben.

Danach zu "Oceano"! Ich habe mir die Ausstellung über die Wale und Delfine angeschaut und eine Tour für Montag morgen gebucht. 

Freue ich mich drauf ... auch wenn das Boot, mit dem die Tour stattfindet, eher wie ein Kanu als wie ein richtiges seetaugliches Schiff aussieht :(. Allerdings soll es sich dabei um ein kanarisches Fischerboot handeln. Angeblich sind die Leute vor Urzeiten mit genau solchen Booten schon bis nach Afrika gefahren. Laut Auskunft der "Ticketfrau" bestehlt also keine Gefahr für mich:)

Bin sehr gespannt! Delphine habe ich ja schon öfter gesehen, aber Wale sind ja nun noch mal ein ganz anderer Schnack. 

Die letzten 10 Tage wurden jeden Tag Pilotwale gesichtet. Es handelt sich dabei wohl um eine ziemlich große Gruppe, die jedes Jahr genau um diese Zeit hier durch zieht. Nun habe ich ehrlich gesagt keine Ahnung, was Pilotwale sind, aber auf dem Schaubild sahen die recht groß aus – werde ich vielleicht noch mal googlen. Vielleicht aber auch nicht ... Überraschungen sind ja schließlich die Würze des Lebens.
Dann bin ich noch mal kurz in meine kleine Cafebar unten an der Straße gegangen und dabei gab’s „einen Spiegel“ für mich. 

Die Bar war ziemlich voll. Eigentlich wollte ich an der Straße sitzen und mein Lehrheft 8 durchlesen, wenn auch nicht gerade durcharbeiten.

Allerdings waren alle Tische besetzt, so dass mir nichts anderes übrig blieb, als an den Ecktisch direkt am Eingang zu gehen. Das war der einzige, der noch frei war, normalerweise sitzen dort die Kellner. 

Ich habe mir einen Cafe con Leche bestellt und mein Lehrheft rausgeholt und fing gerade an zu blättern, als so ein alter „Penner“ ankam. 

Keine Ahnung, wie ich das anders ausdrücken soll, das Tagebuch soll ja auch nicht mein Roman werden. 

So’n Typ wie Harry aus der Lindenstraße, langer Rauschebart, lange weiße Haare, verlebtes Gesicht. 

Ich habe ihn hier die Tage schon öfter gesehen, mich aber nie großartig um ihn gekümmert. Er fragte an meinem Nebentisch, ob dort noch ein Platz frei sei und bekam eine klare Absage. 

Dann guckte er weiter rum und da ich ja nun alleine am Tisch saß, fragte er mich auf spanisch, ob er sich dazu setzen dürfe. 

Vermute ich jedenfalls mal, auf jeden Fall sagte er etwas und zeigte auf den freien Stuhl neben mir. 

Ich habe nur kurz genickt und mich sofort wieder in mein Heft vertieft, so nach dem Motto: „Nun zwäng mir hier bloß kein Gespräch auf!“ 



Er bestellte sich ein Bier (das war selbst mit meinen rudimentären Spanischkenntnisssen auszumachen – ich schmeiß hier sowieso alles durcheinander, ein paar Brocken Spanisch, mehr Brocken Italienisch und auch noch ein bisschen Portugiesisch – wahrscheinlich denken die Gomeros, ich habe einen Knall, aber das tut ihrer Freundlichkeit keinen Abbruch)) und was zu essen, mopste sich meinen Aschenbecher und war ansonsten still und leise. 

Auf einmal meinte er auf deutsch zu mir: „Du schreibst?“ 

Ich habe ihn wohl mehr als irritiert angeschaut und war äußerst perplex. 

„Ich meine nur … Hab gerade mal ein bisschen in deinem Heft dort mitgelesen.“ 

Naja, so kamen wir auf jeden Fall ins Gespräch. 

Total eloquenter interessanter Typ, der nun leider nichts mehr auf die Reihe kriegt (seine Worte, nicht meine). 

Er hat auch einen Roman geschrieben. Arbeitstitel „Der Unvollendete“, da er seit über 20 Jahren daran schreibt. Ihm ist klar, dass das wohl auch nichts mehr wird in diesem Leben, da er einfach irgendwann zu „satt“ war. Er hatte das „Pech“ (auch seine Worte, nicht meine), dass er zur Zeit des Neuen Marktes eine kleine Erbschaft gemacht und das Geld in Aktien investiert hat („War Spielgeld, hätte ich ja sonst auch nicht gehabt“). 

Die Aktien rasten hoch, 180 Prozent in kurzer Zeit und er hat diese zum Glück (meine Worte, nicht seine) rechtzeitig wieder verkauft. 

Auf jeden Fall besaß er auf einmal eine Menge Geld und hat sich seinen Traum von La Gomera erfüllt. Wohnung gekündigt, Frau und Kinder gab’s nicht, Job geschmissen – was kostet die Welt. 

Er wollte erst einmal seinen Roman weiterschreiben … (Kommt mir sehr bekannt vor :). 

Anfangs war alles easy going. Anfangs hat er erst einmal Urlaub gemacht, ohne das Geld zu verprassen. Irgendwann saß er allerdings schon mittags in der Kneipe und hat getrunken. 

Das Notizbuch immer dabei, weil er ja schreiben wollte. „Betrunken schreibt es sich allerdings schlecht“ (seine Worte). 

Abends saß er bei Maria oder sonst wo und hat weiter getrunken. Kontakte nach Hause gab es kaum noch, weil die ihn alle für durchgeknallt hielten und auch weil er sich "für was Besseres“ hielt. 

„Ich hatte ja schließlich den Durchblick, oder?“  

Tja, nun sitzt er immer noch hier. Geld ist weg und den Absprung zurück hat er nicht geschafft, obwohl er ein paar mal wieder in Deutschland war. Der Roman ist immer noch unvollendet und er weiß genau, dass er so eigentlich nicht weitermachen kann. 

Merke gerade beim Runterschreiben, dass es sich anhört, als hätte er gejammert. War aber gar  nicht so! 

Eigentlich ist er ein Typ mit Durchblick, der sich seiner „Schuld“ vollkommen bewusst ist. Manchmal denkt er sogar darüber nach zurück nach Deutschland zu gehen, bekommt dieses aber  nicht auf die Reihe. Aus welchen Gründen auch immer – ich bin ja nicht seine Therapeutin. Auf jeden Fall war es ein superinteressantes Gespräch  ...

Und nun kommen wir noch mal zurück zum „Spiegel“ … 

Eigentlich halte ich mich ja schon für jemanden, der mit allen Leuten ins Gespräch kommt und auch immer was zu plappern hat. Vielleicht gebe ich nicht unbedingt Weltbewegendes zum Besten, aber für ein nettes Gespräch reicht es eigentlich immer. Und hätte sich ein hübscher dunkelhaariger Typ oder eine Frau neben mich gesetzt, hätte ich mit Sicherheit gleich wieder angefangen zu sabbeln. Taucht aber jemand „penneriges“ auf, mache ich dicht und vertiefe ich mich in mein Buch bzw. Lehrheft. Blöde, oder? 

Vollkommen daneben! Allein aus dem Grund, weil ich jederzeit behaupten würde, kaum Berührungsängste zu haben …

Schönes Ding Sabinchen, denk mal drüber nach!

Später habe ich dann noch ein Auto für morgen gemietet. Eigentlich wollte ich ja für 2 Tage mieten, um sowohl den Süden als auch den Norden „abzugrasen“ und habe mir damit schon wieder Streß gemacht. Auch so ein verpeiltes Ding von mir ... „Wenn du morgen das Auto für 2 Tage mietest, Samstag auf die Goa willst, Sonntag früh dann wieder mit dem Auto losmusst und Montag gleich wieder den Termin mit den Walen hast …“ Blablabla … 

Irgendwann auf meiner Dachterrasse bei einem Glas Rotwein kam mir dann der Gedanke, dass ich ja auch nur für einen Tag mieten kann und wenn ich Bock drauf habe, nächste Woche noch einmal für einen Tag ein Auto leihen kann. So einfach und dennoch so schwierig zu denken … Bekloppt, oder? Naja, ich bin ja noch drauf gekommen :)
Am Nachmittag habe ich dann meine erste richtig „Wanderung“ in Angriff genommen.

Die „Spaziergänge“ durch’s Tal zählen nicht, ich will ja schließlich in die Berge. Ich habe den Wanderführer mit und mir auch schon ein paar leichte Touren ausgesucht. 

Allerdings muss ich die Wandertouren gut planen, weil die Busverbindungen ziemlich grottig sind. Morgens um 8.00 Uhr geht ein Bus und nachmittags um 15.00 Uhr. Wenn die Wanderungen mit 3 – 4 Stunden angesetzt sind, dürfte es (jedenfalls nachmittahgs) zeitlich etwas schwierig werden, die Routen zu laufen, da ich ja nicht im Dunkeln über die hohen Berge zurück ins Tal stolpern will.

Aber wandern ist mein Ziel! Also habe ich mir heute nachmittag meinen „Hausberg“ vorgenommen. 

Gut „sehbarer“ Weg! Allerdings auch mit Hinweisschild, dass Steinschlag droht und man sich dessen schon bewusst sein soll! 






Ich will irgendwann ins Himalaya! Davon lasse ich mich doch nicht abhalten! Ging auch alles gut! Ein paar kleine Klettereinlagen, die allerdings selbst für mich kaum der Rede wert waren, ein paar „Abgründe“, die allerdings keinen Raum für  meine Höhenangst ließen. Perfekt! 

Dachte ich! 

Ich kletterte / wanderte also weiter Richtigung El Guro (ein Dorf oberhalb im Tal), um von dort aus den Sonnenuntergang zu schauen. Mein Plan war, von dort aus entweder ein Taxi zurück ins Tal zu nehmen oder aber die geteerte  Hauptstraße zurück zu laufen.



Bis es dann halt nicht mehr weiterging ;(!

Drei „Wegweiser“ (also Striche auf Felsen, aber keinerlei Wege. 

Nicht einmal eine Ahnung von Wegen (gut ausgelaufen und zu erkennen waren die vorher schon nicht mehr).



Also habe ich mich erst einmal vor die Felsen gehockt und habe schreckliche Fotos von mir gemacht. Später dann frohen Mutes erst rechts über den Felsen geklettert (und dabei fast von selbigem runtergerutscht) ... Anschließend habe ich mein Glück dann bei dem linken Felsen versucht. Aber ... shame on me, ich bin so gar nicht kletteraffin ... musste ich mir leier eingestehen, dass mir das zu viel zu fickelinsch ist und ich Schiß habe.






 

Schlussendlich habe ich beschlossen, den Weg ins Tal zurück zu finden. Hört sich einfach an, war es aber nicht. Jedenfalls für mich ...

Über mir irgendwelche großen Vögel, die am Kreischen waren, hinter mir die Felsen, vor mir ein schöner Ausblick hinunter ins Tal ... leider aber kein Weg, sondern nur dicke fette Kakteen“wälder“. 

Den Weg zurück wollte ich aber auch nicht gehen (ehrlich gesagt, habe ich ihn auch gar nicht mehr gefunden ... von dieser Richtung aus gab es nämlich keine Striche als Wegweiser). 





Also habe mir einen Weg durch die Kakteen nach "unten" gesucht. Hat zwar ein wenig gedauert, aber irgendwann stand ich bei einem Bauern auf dem Hof, den ich ziemlich zerzuselt mit „stupida tourista“ begrüßte. Und ob das nun spanisch oder italienisch war, war mir ziemlich schnuppe.

Leider bin ich beim Abstieg wohl ziemlich dämlich angestellt und bin zweimal in die Kakteen gefallen (Riesendinger, wirklich!). Mein Hintern schmerzt selbst jetzt nach einer Dusche und viel „Fingerspitzengefühl“ beim Rausziehen der Stacheln immer noch ... 

Zum Glück hatte ich jedenfalls meine lange Hose an und bin nicht locker mit Röckchen meinen Berg hochgewandert … 

Lange Rede, kurzer Sinn: Sonnenuntergang in El Guro war ein Satz mit x! Ich bin gegen 18.30 Uhr wieder im Tal gewesen und habe mir den Sonnenuntergang für heute abend geschenkt.

Naja, nicht ganz … habe ihn von meiner Terrasse aus gesehen. Musste mich dafür zwar ziemlich weit über’s Geländer beugen, aber ein Foto gibt es!




Werde jetzt gleich noch was essen gehen in der kleinen Hafenbar, wo ich jeden Tag einen anderen Preis für ein Glas Weißwein zahlen muss (ist wohl vom Kellner abhängig, war an allen drei Tagen bisher da und habe von 70 Ct. über 1 Euro bis zu 1,40 Euro gezahlt) und mich dann vielleicht noch mal in die Bar von gestern abend machen. 

Mail an die Kiddies schicken und natürlich an Thomas, der in Gedanken sowieso immer bei  mir ist und um mit ihm ein Skypedate abzumachen … 

Und um ihn meine Tage rüberzumailen. Habe ja überlegt (und ihm das auch schon gesagt), dass er mein „Urlaubstagebuch“ lesen kann, wenn er will … ist schon ein komisches Gefühl, ihn "mitlesen" zu lassen.


Das hat nix mit ihm zu tun, sondern eher mit dem "Öffnen". Aber irgendwann muss ich das ja sowieso für die Öffentlichkeit tun ... Mein Roman soll ja schließlich kein „Unvollendeter“ werden!

Könnte das jetzt noch weiter ausführen, jedenfalls das Thema „Tagebuch“ und „Roman“.

Tagebuch ist ja schon was anderes ... runtertippen was einem in den Kopf kommt, ohne auf Ausdruck und Stimmung zu achten. Will ich aber gar nicht weiter ausführen. Ich will, das Thomas weiß, was in meinem Kopf vorgeht, wie es mir geht und alles andere auch … 

Und AUSSERDEM sind das alles Notizen, was ich hier so von mir gebe …
Eines noch, damit ich es nicht vergesse – Heutiges Karnevalthema: Die 80er! Muss man sich so vorstellen, dass die ganze Zeit "Back in Black" von AC/DC durch’s Tal hallt – anders als gestern, aber auch nicht schön :)

So, und nu is Schluss für heute.

 

Donnerstag, 23. Februar 2012

Erkunden des Valle Gran Rey

Vollkommen aufgelöst aufgewacht, wilde Träume von Sylvia und Heike und Thomas gehabt. Die von Thomas waren natürlich die nettesten :). Hab Sehnsucht …

Teechen auf der Dachterrasse getrunken und mich dabei in eine meiner vielen Wolldecken gekuschelt. Ist halt auch hier Winter, auch wenn die Sonne scheint!






Als die Sonne gegen 10.00 Uhr hinter meinem Berg rauskam, das Tal „erkundet“. Einmal von Süden nach Norden gelatscht und festgestellt, dass hier alles doch recht eng beieinander ist, auch wenn eine Tour ca. 5 km lang ist.

Die Dörfer gehen aber ineinander über, es gibt viel zu sehen (und zu fotografieren) und insofern flutscht das ganz gut.









Auf der „Hintour“ die Straßen entlang gelaufen, auf der „Rücktour“ durch die Bananenfelder und am Strand entlang zurück – war definitiv kürzer und schneller !Auf der Rücktour eingekauft und (nachdem ich mir ein Fahrrad bis morgen mittag gemietet) eine wunderbare Brotzeit auf meiner Terrasse gehabt – Schinken, Baguette, Chorziio, Mojo und Rotwein. Vom Essen und dem ganzen Gelatsche war ich so erschöpft, dass ich erst einmal eine kleine Mittagspause auf meiner Liege machen musste  ....

Am späten Nachmittag dann mit meinem Fahrrad zur „Schweinebucht“ geradelt – FKK-Strand, an dem es wohl doch noch mehr oder weniger erlaubt ist, dort wild zu campen.

KEIN Wind, KEIN rauher Atlantik, sehr sutsche, schön und entspannt. Außerdem alles sehr peacig. Saranaysis haben dort eine kleine Communitiy eingerichtet (für ein - wie ich finde - Schweinegeld, ich hab mir den Aushang angesehen),aber  insofern ist der Spirit da auch recht relaxt. Die Saranayis lassen die wildcampenden Hippies Hippies sein, die Hippies können sich die Sessions bei den Saranayis sowieso nicht leisten – man kommt sich somit halt nicht in die Quere :).




„Meine“ Hippies von der Fähre habe ich heute auch schon 4 x getroffen, so langsam kommt ein Lächeln über ihre Lippen. Mag auch daran liegen, dass der eine Hund jedes Mal auf mich zugelaufen kommt und sich freut, mich anzubellen (oder mich zu sehen?) …

Ein bisschen am Steinstrand gesessen, Blicke nach El Hierro wandern lassen und irgendwann gegen Abend dann zurück nach La Playa geradelt (da bin ich heute vormittag schon hingelaufen) und einen Sundowner bei Maria genommen.

Hatte Speedy mir schon erzählt, dass „man“ sich dort jeden Abend trifft und genau so war es auch.

Habe Thorsten getroffen, habe Karin getroffen und auch den Typen von gestern abend. Alle sitzen auf den Steinen und gucken den Sonnenuntergang an … und alle haben dicke Jacken an :)

Hab eine Einladung zu einer Party heute abend nach dem Karneval bekommen. Die Party findet gleich bei mir um die Ecke statt. Kleine Kneipe, an der ich gestern abend schon vorbei gegangen bin … mal schauen, ob ich mich nachher noch aufraffen kann.

Danach  noch nach La Calera geradelt. Im Netz sah es ja so aus, als wäre dieses schöne Dörfchen weit weg vom Strand, aber mit Fahrrad ist das kein Problem. Aber anstrengend ist es schon :)!



Bergauf, bergab und leider wieder bergauf … Ich glaube, ich bin hier in Vueltas schon ganz gut aufgehoben. Und in La Calera hatte ich dann auf einmal auch Handyempfang – Mein Süsser rief mich an! Er hat für 2 Tage die Baustelle gewechselt, wenn ich das richtig verstanden habe. Hat Christian Nanning gewollt, dass er dort mit hin kann. Sozusagen ein Ritterschlag! Schrieb ich das ganze letze Jahr schon, dass ich ihn toll finde <3?

Daraufhin gleich versucht meinen Vater anzurufen, da war das Netz aber schon wieder weg. Ich habe seit Jahren nicht so viele Telefonzellen gesehen, vor denen Wartesschlangen sind. Komme mir ein bisschen vor, wie mit 17 auf Korsika …

Tut der spanischen Telefonica oder wem auch immer ganz gut, die Handynetzbetreiber verdienen in diesem Tal auf jeden Fall kein Geld.ist sonst noch passiert? Nix! Bin gelaufen, geradelt, hier einen Cafe con Leche, dort einen Weißwein, hier mal an den Strand, da mal ein wenig in die Höhe und das wars ...





Sehr entspannter Tag!

Nun rufen die caribischen Klänge des Karnevals – hört sich an, als wäre 2 Straßen unter mir die Hölle los. Fette Bässe, die in den Bergen rund um mich herum hin und her dröhnen und viel Gelächter …. Ich wäre ja blöd, wenn ich mir das nicht noch einmal anschauen würde :).



Mittwoch, 22. Februar 2012

Ankunft auf La Gomera

Nachdem ich es ja gestern wunderbar verpeilt habe, mein Gepäck rechtzeitig zum Flughafen zu bringen (und wieder einmal am Flughafen geblitzt wurde), musste ich mir heute morgen ein Taxi gönnen.

Muffeliger Taxifahrer, der gleich zur Begrüßung meinte: „Mit Gepäck? Davon wusste ich aber nichts!“

Blödkopf – mein Gepäck bestand aus einem Rucksack und meinem kleinen Handgepäck-Rucksack.

Ich habe dann auch keine große Lust auf Konversation gehabt, sondern mehr oder weniger kaum was gesagt. Das war aber immer noch mehr, als das, was er zur Konversation beitrug …

Flug hat wunderbar geklappt, dank eines wohl immensen Rückenwindes waren wir sogar 20 Minuten (!) früher als geplant auf Teneriffa, so dass ich die Fähre um 14.00 Uhr nach La Gomera tatsächlich geschafft habe und nicht noch 4,5 Stunden im Hafen von Los Christianos verbringen musste. 

Das Taxi zum Hafen habe ich mir einem Typen aus Hamburg geteilt. 2 Doofe, ein Gedanke! Wir beide sputeten in ziemlicher Eile Richtung Taxistand, warfen uns einen Blick zu und sagten mehr oder weniger gleichzeitig „La Gomera? Wollen wir uns ein Taxi teilen?“ 

So hielt sich der monetäre Aufwand in Grenzen, 12,50 Euro für jeden. Und ich möchte nur mal kurz erwähnen, dass der hübsche spanische Taxifahrer NICHTS, ABER AUCH GAR NICHTS, zu dem Riesengepäck von Thorsten gesagt hat. Und der HAT viel Gepäck mit … Sieht aus, als ob der hier mehrere Monate bleiben will.

Die Fähre habe ich also geschafft, viel Zeit zum Verschnaufen blieb aber auch nicht. Ab zum Ticketschalter, Ausweis (!) vorlegen (für eine Fährfahrt innerhalb Spaniens? – hatte ich vorher auch nie gehört), Ticket kaufen und schnell auf den Dampfer, der dann auch gleich danach ablegte. Hätten wir den Rückenwind nicht gehabt, hätte ich das Schiff um 14.00 Uhr auf gar keinen Fall geschafft. Zeit dem Universum wieder mal zu danken :) 

Ein Wort noch zu Teneriffa, welches sicherlich nicht aussagekräftig und bewiesen ist – grauseligst!

Jedenfalls der Süden und damit der kleine Teil, den ich gesehen habe. Bettenburgen an Bettenburgen (wunderbar beim Anflug zu sehen, da wir direkt dort rübergeflogen sind, ziemlich weit unten waren und ich ausnahmsweise mal am Fenster saß) und auf den Straßen ziemlich alte Leute, die trotz bewölktem Himmel und damit nicht gerade tropischen Temperaturen ziemlich wenig anhatten. 

Dass Leute alt sind, ist für mich ja nun wahrlich nicht schlimm. Ich finde das eher interessant und spannend ... jedenfalls sofern der Kopf nicht nur mit Bildzeitungs-Wissen gefüllt ist. Aber weiße Männerbeine mit Krampfadern in kurzen Shorts, garniert von Tennissocken und Altherrensandalen oder aber dicke hängende Brüste in äußerst knappen Tops wahrzunehmen, wohin man auch sieht, gefällt mir nicht so gut …

Das war das Publikum in Teneriffa’s Süden, kommen wir zum Publikum auf La Gomera ;).

Schon auf der Fähre war klar – andere Insel, anderer Spirit, andere Leute. 

Viele Normalos wie ich, aber noch mehr „Ich bin ganz klar ein Hippie und bin ultracool und habe es daher auch defintiv nicht nötig mit anderen Leuten in Kontakt zu treten“-Leute … 

Herrlich anzuschauen und wieder einmal eine wunderbare Sozialstudie!

Wichtig bei der Gomera-Hippiefraktion ist es auf jeden Fall, nackte Füße zu haben – je schmutziger, desto besser. Daran merkt der Rest der Leute auf der Fähre nämlich, dass man auf die üblichen Konventionen nicht viel gibt und über den Dingen steht. Egal, wie kalt es ist und wie sehr Wind vom Atlantik weht. Dazu dann Dreadlocks, Goa-Klamotten, eine Isomatte und möglichst zwei oder vier Hunde! Diese durften sich allerdings auf dem Oberdeck nicht frei bewegen, sondern mussten an die Leine genommen werden. Schade für die Hippie-Fraktion, aber bei solchen Kleinigkeiten mussten sie sich dann doch den Konventionen beugen ... und die Hunde an die Leinen nehmen.

Pfui Sabine, schäm dich! Hört sich auch härter an, als es ist! Aber ich kenne diese „ach so coolen ich geb gar nichts auf irgenwelche Konventionen, schnorr mich aber gerne durch’s Leben-Leute" so zur Genüge - ich kann sie einfach nicht mehr ernst nehmen.

Jedenfalls nicht, solange ich sie nur nach dem Äußeren beurteilen kann, weil kein Gespräch stattfindet. Welches ja in den meisten Fällen gar nicht stattfinden muss, da es sich ja sowieso immer nur eines dreht – „Wo gibt es was zu rauchen?“ „Kannst du mir vielleicht ein bisschen Kohle leihen? Kriegst du auch bestimmt zurück – mein letztes Projekt ist noch nicht bezahlt worden, das Geld dürfte aber spätestens übermorgen da sein“ und vielleicht noch „Wie kann ich die Einheimischen am besten bescheißen und am wenigsten Geld ausgeben?“ Egal, ich schweife schon wieder ab. Wo war ich?

Zurück zur Fährüberfahrt – ich fand’s kühl! Ziemlich kühl! Mir war nicht nach Barfuß auf dem Deck herumlaufen! Und daher habe ich mir erst einmal die Fleecejacke zusätzlich aus dem Rucksack geplünnt und dabei auf den grauen und rauhen Atlantik geblickt.

Während des Anlegemanövers auf La Gomera tauchte Thorsten dann auch wieder auf und fragte, ob wir uns ein Taxi rüber nach Valle Gran Rey (das Tal, in dem ich wohne – mehrere Dörfer, Wasser und viele hohe Berge drumherum) teilen wollen. Nur für uns zwei war mir das ehrlich gesagt zu teuer und so habe ich noch ein anderes Päärchen angequatscht und gefragt, ob sie auch mitmachen und somit waren wir 4 und haben jeder nur noch 15,00 Euro gezahlt.

Karin und Rolf aus’m Ruhrpott! Ungefähr im gleichen Alter wie ich, die unheimlich redebedürftig waren – ganz im Gegensatz zu meinem Taxifahrer heute morgen :). Aber nette „Normalos“. Wir haben mal Nummern ausgetauscht. Falls wir uns nicht zufällig im Tal über den Weg laufen (sie wohnen in Borbalan, Thorsten in La Calera, ich in Vueltas) verabreden wir uns noch mal zu einem Sonnenuntergangsbier.

Die Fahrt vom Fähranleger rüber ins Tal war ein Traum! Der Regenwald hat mich jetzt schon umgehauen, obwohl ich noch gar nicht darin gewandert bin. Am liebsten hätte ich meine Kamera rausgeholt und während der Fahrt gefilmt! 

Wenn ich es recht überlege, war das eigentlich ziemlich doof von mir, das nicht zu tun … Ich bin halt ein Touri ;)!

Egal, die Insel ist klasse. Total grün, „unsere“ Erika aus der Lüneburger Heide gibt’s hier auch. Allerdings sind das meterhohe Bäume! Lupinen gibt’s ebenfalls nur in Baumform. 

Freu mich sehr drauf, die Insel zu erkunden. Habe heute bereits überlegt, ob ich mir nicht für 3 Tage einen Mietwagen nehme, da die Busverbindungen wirklich grottig sind und ich mit einem Wagen definitiv auch in den Norden und zurück kommen würde, ohne woanders übernachten zu müssen. Werde ich die Tage mal erkunden.

In Vueltas angekommen hat auch alles gut geklappt. Mein Appartment ist RIESIG! Wirklich riesig. Größer als meine Wohnung auf jeden Fall und dazu noch mit einer relativ großen Dachterrasse, ausgestattet mit Möbeln und einer Liege.


Handtücher habe ich für’s ganze nächste Jahr (wirklich Unmengen!) und die Küche ist auch besser ausgestattet als meine. Wenn ich will, könnte ich mir sogar Milkshakes mixen oder Pommes frittieren. Nicht, dass ich das in Erwägung ziehen würde, aber ich habe tatsächlich all so'n Schnicki-Schnacki zur Verfügung.

Die Wohnung ist einem normalen Haus, unten wohnt eine gomerische Familie und oben ich und das war’s. 



Ansonsten ist der Ort aber schon für alle Touri-Belange eingerichtet – jede Menge Bar’s und Restaurants, Fahrradverleih, Autoverleih, Bioläden, „Hippie-Klamotten-Läden“ and so on.

War kurz noch einkaufen, Tee, Milch, Eier, Salz und Wein, der im übrigen grottig schmeckt :( und habe mich dann an den Hafen gesetzt und dem karibischen Kinder-Karneval zugeschaut.

Hatte fast schon Londoner Ausmaße. 

Und auch am Hafen und im Ort gibt’s die Goa-Fraktion – allerdings eher mein Alter, dafür aber auch sooooo immens cooool. Ein Typ in der Bar sabbelte mich gleich an und meinte, er könnte mir alles auf der Insel zeigen. 

ER nämlich hat diese Insel praktisch mit zu dem gemacht, was sie ist, denn ER war vor 25 Jahren schon hier und somit einer der ersten Touristen. Damals war natürlich alles VIEL besser, man durfte am Strand schlafen und wurde von den Gomeros zum Essen eingeladen.

Jetzt ist am Strand schlafen verboten und für’s Essen muss man auch bezahlen. What a pitty!

War aber ganz nett und leichte Unterhaltungskost. Ich musste nicht viel sagen, sondern immer nur mal nicken und an meinem Wein nippen und das war’s. Zu mehr Konversation fühle ich mich heute auch nicht in der Lage.

Später war ich dann noch kurz essen (Squid) und nun sitze ich platt auf meiner Dachterrasse, gucke in die Sterne, tippe den Tag schnell herunter und werde jetzt auch ins Bett verschwinden.