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Freitag, 14. August 2015

Cecil und all die anderen wunderbaren Tiere auf dieser schönen Welt

Aus gegebenem Anlass ...

Ich könnte kotzen, wenn ich bei Facebook und auf anderen Social Media-Kanälen Posts von Sabrina Corgatelli lese und ihre abscheulichen Fotos dazu sehe.

Diese Dame rühmt sich damit, unglaublich schöne und vom Aussterben bedrohte Tiere zu jagen und zu töten.

Und ich könnte noch mehr kotzen, wenn ich die Kommentare ihrer genau so durchgeknallten Freunde dazu lese.

Für mich gibt es nur einen Weg, Tiere zu "schießen"!

Nämlich aus einer großen Entfernung (ich habe nämlich tierischen Respekt vor der Natur) und mit einer guten Kamera! Egal, wie groß sie sind ;)


Ich hoffe, ihr stimmt mir insoweit zu! Falls nicht, seid ihr hier auf meiner Seite definitiv verkehrt! Also ... bitte ausklinken und meine Seite zukünftig auch nicht mehr aufrufen! Insofern scheiße ich auf google-Statistiken und mein Ranking!

Alle anderen dürfen aber gerne bleiben und sich an meinen "Schüssen" mit meiner Lumix erfreuen.

Ich habe einfach mal ein Album erstellt. Klickt gerne drauf :)

Allen Lesern, die sich im übrigen ein wenig zum Thema "Großwildjagd" informieren möchte, empfehle ich die Facebook-Seite von Stop Melissa Bachman.  

Aber Vorsicht! Ich warne euch, es ist keine leichte Kost. Die Bilder sind schockierend und nichts für zartbesaitete Seelen.

Wie krank ist unsere Welt eigentlich? 

Ich habe in Südafrika in diversen Büchern rumgestöbert, die hier leider nicht erhältlich sind. Da posieren Asiaten mit stolzgeschwellter Brust und nach oben gestreckten Händen auf schwarzen Rhinos, von denen es nur noch 600 Stück im gesamten südlichen Afrika gibt. Reicht ja auch nicht, dass sie schon ihre Tiger ausgerottet haben! 

Amerikaner lassen sich blutgetränkt (im wahrsten Sinne des Wortes) mit Elefanten ablichten, denen die Füße abgeschnitten wurden, damit sich diese dann in diesem waffenverherrlichenden Land in einem kleinen Wohnzimmer als Tisch wiederfinden und begafft werden können.

Und allein letztes Jahr haben Deutsche 11 erlegte Löwen nach Deutschland eingeführt. Und das mit Zustimmung unserer Regierung.

Ich vermute mal, in Italien, Frankreich, England und anderen Ländern der EU sieht es ähnlich aus!

Und zum Thema "ich hülle meinen kleinen Hund in einen Echtpelz", wie es in Russland bei den Reichen Usus ist, schreibe ich jetzt am besten auch nichts mehr. 

Wie oben schon geschrieben ... ich könnte kotzen, kotzen, kotzen!

Regt das eigentlich nur mich auf? 

Über Kommentare freue ich mich!



Samstag, 11. Juli 2015

Und? Bist du schon wieder angekommen?

Lange Zeit war es ziemlich ruhig hier auf meinem Blog :)

Vor über 2 Monaten bin ich nach meiner Langzeitreise wieder in heimischen Gefilden gelandet. 

Viele Leute haben mir Komplimente zu meinem Blog gemacht, gefragt, wie es mir zu Hause ergeht, ob ich bereits wieder angekommen bin und mir das Eingewöhnen schwer fiel. 

Und ganz viele Leute haben mich persönlich und auch per Mail gefragt, wann denn bitte schön der Abschlussbericht zu der Reise folgt ... 

Zuerst einmal: Vielen vielen Dank dafür! Danke für euer fleißiges Lesen und für eure Fragen! 

Und ein großes Dankeschön auch dafür, dass ihr mir Mails schreibt! Anscheinend funktioniert die Kommentarfunktion auf meinem Blog nur suboptimal ...

Natürlich hatte ich vor, ein Resümee der Reise zu schreiben, damit diese einen richtigen "Abschluss" findet.

Aber kennt ihr das?

Wenn ihr etwas zu Papier (naja, in diesem Fall wohl eher auf den Bildschirm) bringt und einen "Abschlussbericht" schreibt, ist es halt auch ein "Abschluss".

Und das fällt mir schwer! Sehr schwer sogar! 

Oft bin ich mit meinen Gedanken nämlich schon wieder weg! Oder schwelge in Erinnerungen :)

Das hat überhaupt nichts damit zu tun, dass ich mich zu Hause nicht wohl fühle. Im Gegenteil! Ich habe einen tollen Job, tolle Kinder, großartige Freunde und einen wundervollen Partner. Dafür bin ich im übrigen sehr sehr dankbar! Love you all!

Aber jedes Mal, wenn ich mich an den Rechner gesetzt habe, um den "Abschluss" zu tippen, konnte ich es nicht. Ich habe mich mehr damit beschäftigt, mir die Bilder unserer Reise anzuschauen und mir einzelne Posts von meinem Blog durchzulesen. Irgendwann bin ich auf anderen Blogs rumgesurft und meine Finger sind wie von selbst immer wieder auf Momondo oder Skyscanner gelandet und haben nach günstigen Flügen geschaut :)

Könnt Ihr das verstehen? Jedenfalls ein bisschen?

Genug geschwallert ... Das ist der Grund, weshalb ihr so lange nichts von mir gehört habt!

Aber nun zurück zum eigentlichen Thema :)

Ja, ich bin wieder angekommen! Recht schnell sogar!

Die ersten 2 Wochen war ich ein bisschen neben der Spur und fernab von der westlichen Welt!

Lebensmittel einkaufen? Ein Abenteuer!

Du  gehst in den Supermarkt und willst mal schnell einen Liter Milch kaufen! Und dann stehst du vor einem 50 Meter langen Kühlregal und wirst erschlagen von lactosefreien, fettarmen, Soja-, Bio-, Ziegen-, Schafs- oder konventionellen Milchprodukten. Alle verpackungstechnisch mit glücklichen Kühen / Ziegen / Schafen auf grünen Wiesen hübsch aufgemacht und in jeglichen Preisklassen!

Ohne Scheiß! Als mir gefühlte 36 verschiedene Packungen Milch ein "Nimm mich! Kauf mich!" entgegenschrien, war ich durch mit dem Thema!

Ich gebe es zu! Ich war überfordert und habe den Supermarkt ohne Milch verlassen. Und zu Hause den Einkauf für die nächsten Tage erst einmal delegiert und die komplette Essensplanung abgegeben :)

Genau so überfordert war ich mit dem norddeutschen Klima, das viele ja für das schönste der Welt halten. Immer Wind! (Gefühlt) immer kalt! 

Ich komme aus Hamburg. Sofern hier die Sonne rauskommt, werden die Jeans in die hinterste Ecke des Kleiderschrankes geschmissen, die Beine und Füße schick gemacht und die Sandalen herausgeholt.

Soll ich euch was verraten?

Ich brauchte meine Füße nicht schick machen! Ich war nämlich die einzige Frau, die auf Parties mit einer Jeans, dicken Socken, Boots und langer Winter-Strickjacke bibbernd am Feuer saß und sich nach ihrer Wärmflasche gesehnt hat!

Außerdem war ich manchmal etwas überfordert mit den ewig gleichen Fragen. "Erzähl doch mal, wie war es denn?"

"Primstens!"

"Und, hast du auch was erlebt?"

"Nein, natürlich nicht!" (Achtung, das war Ironie!)

"Und, hast du auch Leute kennengelernt?" 

"Nein, natürlich nicht!" (Achtung, wieder Ironie!)

"Und, wo war es denn am schönsten?"

"Ääh ...eigentlich überall!"

"Wie überall? Du MUSST doch irgendein Land "am schönsten" gefunden haben!"

Hmm ... ich fand eigentlich alle Länder auf ihre Weise schön! Selbst Südafrika war ja schön, auch wenn ich dieses Land sicherlich nicht als favourisiertes Reiseland hypen werde.

"Und? Wie war das mit der Hygiene? Ist doch sicherlich alles ziemlich schrecklich, oder? Konntest du dich denn überhaupt waschen?"

"Ja, konnte ich! Kein Problem! Man glaubt es kaum, aber es gibt auch in anderen Ländern der Welt Toiletten und Duschen!" (Schon wieder Ironie ...)

"Und, konntest du denn zwischendurch auch mal Wäsche waschen?" (Kein Scherz!)

"Nein, musste ich nicht! Ich habe einfach 8 Monate immer das gleiche T-Shirt getragen!" (Hoffentlich muss ich jetzt nicht wieder ausführen, dass auch das Ironie ist!)

"Und, was hast du denn am meisten vermisst?"

"Ehrlich gesagt nichts!"

"DAS GLAUB ICH JETZT JA NICHT! Wirklich nicht? Nun sag doch mal GANZ ehrlich, was hast du denn vermisst? Nicht mal FERNSEHEN?" (O-Ton mit genau dieser Betonung ...)

Wisst ihr was? 

Ich habe nix vermisst! Wirklich nicht! Ich war froh, 8 Monate einfach weg zu sein. Ich habe natürlich Kontakt zu meinen Freunden und meiner Familie gehabt (was heutzutage dank W-Lan natürlich easy going ist), aber "vermisst" habe ich eigentlich nichts! Weder ich noch Hannah! Im Gegenteil, Hannah und ich haben uns beim Landeanflug auf Hamburg beide zeitgleich irritiert angeschaut und synchron gesagt: "Was machen wir hier eigentlich?"

Wahrscheinlich war ich anfangs etwas unkommunikativ :) 

Meine Freunde können sicherlich damit umgehen, Bekannte und Arbeitskollegen vielleicht nicht. Sorry dafür :)!

Was mir wider Erwarten überhaupt nicht schwer gefallen ist, war das Arbeiten! Ich hatte allerdings auch das große Glück, Anfang Mai einen neuen Job in meiner Firma anzufangen. Wäre das nicht gewesen und hätte ich mich nicht komplett auf neue Aufgaben und neue Leute einstellen müssen, hätte mich der geregelte Tagesablauf anfangs sicherlich überfordert. 

Was mich ebenfalls nicht überfordert, ist der "ach so schlimme Verkehr". Natürlich ist es nervig, wenn die ganze Stadt eine Baustelle ist und Autobahnen gesperrt sind. Aber ... Staus und überfüllte Bahnen und Busse nehme ich überhaupt nicht mehr wahr! 

Lärm stört mich nicht, Hitze (wie am letzten Wochenende ... wat war das schoin) stört mich nicht, schlechte W-Lan-Verbindungen stören mich nicht, Erwartungen und Anforderungen, die an mich gestellt werden, stören mich nicht!

Was mich allerdings wirklich stört, sind die ewigen Nörgeleien! 

Es wird gejammert über "die Griechen"! 
Es wird gejammert, wenn es regnet!
Es wird gejammert, es zu heiß ist!
Es wird gejammert, wenn die Sonne nicht scheint!
Es wird gejammert, wenn Kinder Freude am Leben haben und durch den Garten toben! 
Es wird gejammert, wenn die Post streikt! 
Es wird gejammert, wenn ein geschäftlicher Termin ausfällt!
Es wird gejammert, wenn ein neuer Termin hinzukommt!
Es wird gejammert, wenn man im Supermarkt an der Kasse steht!
Es wird gejammert, wenn der Bus/die Bahn/der Flieger Verspätung hat!
Es wird gejammert, wenn man Steuern zahlen muss!
Es wird gejammert, wenn der Haushalt gemacht werden muss!
Es wird gejammert, wenn auf einer Party nicht die richtige Musik gespielt wird!
Es wird gejammert, wenn der Service in einem Restaurant nicht klappt!
Es wird gejammert, wenn Stunden in der Schule ausfallen!
Es wird gejammert, wenn die Schuhe (angeblich) zum Outfit passen!
Es wird gejammert, wenn sich das Objekt der Begierde 2 Tage nicht meldet!
Es wird gejammert, wenn der Heizungsableser kommt und sich 30 Minuten verspätet!
Es wird gejammert, wenn Billy bei ebay-Kleinanzeigen "immer noch" 20,00 Euro kostet!
Es wird gejammert, wenn das Auto in die Werkstatt muss!
Es wird gejammert, wenn bei Lidl der Staubsauger ausverkauft ist!
Es wird gejammert, wenn die Klimaanlangen in der Deutschen Bundesbahn wieder mal ausfallen (same procedure as every year :))!

Es wird gejammert, gejammert, gejammert .... und das immer auf ganz hohem Niveau!

Ihr merkt, ich bin definitiv wieder "angekommen" ... und nun ist der Post ganz anders geworden als beabsichtigt! 

Wahrscheinlich fällt mir ein "Abschluss" wie ihn einige von euch erwarten (oder wie ich ihn eigentlich schreiben wollte) immer noch schwer :)

Aber ... versprochen ... es gibt noch Resümee darüber, wo ich es am berührendsten, bewegendsten und am "SCHÖNSTEN" fand :)

In diesem Sinne ... dicke Umarmung an all meine Leser

Eure Bine




Mittwoch, 29. April 2015

Anti-Packliste

Auf jeder Reiseblogseite werdet ihr eine Packliste finden.

Es ist also absolut unnötig, dass ich die gefühlte 134.576 Aufstellung über Dinge, die auf Reisen angeblich unerlässlich sind, poste.

Ich mache was anderes ... Ich verrate euch die Dinge, die ich auf meiner 8-monatigen Reise definitiv nicht gebraucht und dennoch die ganze Zeit mit mir rumgeschleppt habe :)

Moskitonetz

Haben wir nicht einmal aufgehängt, weil die meisten Zimmer Netze hatten. Sollten ihr allerdings unter freiem Himmel schlafen wollen, empfehle ich euch dringend, ein Netz mitzunehmen :)

Kartenspiele und Würfel

Wir haben sage und schreibe einmal gewürfelt! Ansonsten sind wir nicht dazu gekommen zu spielen, weil wir viel gelesen oder uns unterhalten haben. Selbst wenn ihr absolute Spielefreaks seid, müsst ihr keine Spiele mitnehmen. In fast jeder Unterkunft liegen die Teile rum. Und wenn ihr sie nicht im Guesthouse findet, haben andere Reisende die Sachen definitiv am Start und freuen sich über Mitspieler :)

USB-Sticks

Ich weiß nicht, was mich kurz vor der Abreise geritten hat! Ich habe 4 (!) USB-Sticks gekauft und diese nicht einmal aus meiner Kruscheltüte herausgeholt! Außer bei der Rückkehr zu Hause :) Da liegen sie nun und warten auf ihren Einsatz.

Vertraut mir: 1 USB-Stick reicht vollkommen aus, selbst wenn ihr jeden Tag hunderte von Fotos schießt. Vermutlich ist jeder in einer Cloud angemeldet (falls nicht, solltet ihr das dringend tun) und genau da legt man die Sicherungskopie der Fotos ab! Definitiv!

Medikamente

Angenommen ihr macht Urlaub in der Toskana! Wer von euch hat dann jede Menge Medikamente dabei? Pilzsalbe, Antibotium, Halsschmerztabletten, Aspirin, Ohrenspray, Herpessalbe, Mittel gegen Durchfall und was es sonst noch so alles auf dem Markt gibt?

Niemand vermutlich! Das braucht man nicht in der Toskana und deswegen braucht man das auch nicht bei einer längeren Reise! Weil es diese Dinge nämlich überall auf der Welt zu kaufen gibt. Und das zu viel günstigeren Preisen als in Deutschland!

Steckt euch 2 Aspirin und für einen absoluten Notfall (der hoffentlich nicht eintreten wird) eine 5-er-Packung Antibotikum in die Seitentasche eures Rucksacks and that's it!

Mückenspray

Gibt es überall für wenig Geld zu kaufen und hilft genau so gut (oder genau so wenig) wie das Zeugs, das ihr hier kauft und das dann bereits bei der Ankunft im Rucksack ausgelaufen ist :)

Reißzwecken

Kleinvieh macht auch Mist! Auch wenn Reißzwecken wenig Platz wegnehmen, ist es unnötig sie mitzuschleppen. Wenn ihr wirklich mal eine benötigt, werdet ihr mit Sicherheit welche beim Vermieter erhalten oder aber die bereits im Bungalow hinterlassenen Teile nutzen :)

Das gleiche gilt für eine

Wäscheleine

Auch diese wirklich praktischen Teile hängen eigentlich schon vor jedem Bungalow! Falls nicht, kauft ihr euch ein kleines Stück, fragt euren Vermieter oder trocknet eure 3 Sachen an einem Baum oder Gebüsch.

Und was haben wir immer und überall benötigt?

Das erfahrt ihr im nächsten Post :)

Dienstag, 14. Oktober 2014

Blyde River Canyon

Ein Besuch des Blyde River Canyons stand schon seit langem auf meiner Bucket-List.

Heute habe ich es endlich geschafft! 

In meiner (wohl etwas naiven) Vorstellung stand ich vor diesem grandiosen Panorama bei strahlendem Sonnenschein und sah gut erholt aus :).



Leider hat das Wetter nicht mitgespielt und ich war nach 3 Tagen Zelten im Krüger Nationalpark vollkommen übernächtigt ...

Ich habe den Platz dennoch morgens um 8:00 Uhr bei ca. 7 Grad Lufttemperatur als besonders empfunden :)





Amazing Krüger

Auf den letzten Drücker hat unsere Buchung für den Krüger dann doch noch geklappt!

Und es war soooooo geil!

Wir mussten zwar jeden Morgen um 4:30 Uhr in Eiseskälte aufstehen (bin vollkommen fertig und brauch dringend Urlaub *lachschlapp*), aber es war einfach der Hammer!

Tolle Natur, obwohl hier immer noch kein Regen gefallen ist.


Überall Elefanten, Elefanten überall :) 

Der kleine war nach Aussage unseres Rangers nicht älter als 3 - 4 Wochen. Er konnte noch gar nicht richtig laufen, sondern wankte und schwankte immer hin und her. Die Tanten hinter ihm mussten ihn immer wieder mit ihren Rüsseln "Hilfestellung" geben und ihn wieder in die richtige Position bringen. Eine unglaubliche und liebevolle Szene!

Klar, dass ich gerührt war, oder?










Und dann die ganzen Hippos! 

Wenn man sie so ruhig am Wasser stehen oder im Wasser liegen sieht, kann man sich gar nicht vorstellen, dass sie zu den gefährlichsten und angriffslustigsten Tieren zählen. Sie haben keine natürlichen Feinde. Können sie natürlich einen auf Macker machen!

Nicht einmal die Löwen trauen sich an sie heran. Die Katzen versuchen höchstens mal ein Babyhippo zu erwischen, was aber seltenst gelingt, da auch die Hippos - wie die Elefanten - in großen Familienbänden zusammenleben und die Jungen gemeinsam schützen. 




Wusstet ihr übrigens, dass Hippos sich unterhalten? 

Ich wusste das bisher nicht. Kingt wie lautes Schweinegrunzen. Einer "fragt" etwas, zwei oder drei andere "antworten". Für mich als Mensch klang das wirklich wie eine Unterhaltung! 


Hannah's Herz blieb fast stehen, als sie endlich ihre über alles geliebten Löwen entdeckte.


Ehrlich gesagt hatten wir gar nicht damit gerechnet, da sie schon schwer zu finden sein sollen.



Wir sind halt Glückskinder, sag ich doch immer wieder :)



Und als absolutes Higlight ein riesiger Gepard


und schwarze Rhinos.


Von den schwarzen Rhinos leben nur noch 600 Stück im südlichen Afrika. Grund hierfür ist die immense Wilderei. Ein Kilogramm Horn ist teurer als Gold, Platin und Cocain zusammen und wird mit ca. 32.000,00 Euro beziffert.

Und die Nachfrage nach Rhino-Horn ist groß! 

Insbesondere bei den Chinesen und Vietnamesen, die leider immer noch meinen, dass sie dadurch länger und ausdauernder ihre Frauen beglücken können.

Im Krüger werden jeden Tag mindestens 2 Rhinos gewildert (nicht nur die schwarzen, auch die weißen). Seit 2009 hat der Park 3.000 Tiere verloren und auch mit "Wachdiensten" ist dem leider kein Einhalt zu gebieten. Die Wilderer kommen über die Grenze von Mozambique und scheren sich einen Dreck um die Hilfsmaßnahmen, die in Südafrika zum Schutz der Rhinos unternommen werden.

Der Krüger war definitiv mein absolutes Highligt in Südafrika,







auch wenn unsere Unterkunft bei weitem nicht so nobel wie im Amakhala war ;).


Und so glücklich und zufrieden sahen wir am Abend des ersten Tages aus!

Bine und Hannah im Glück :)


PS: Keine Ahnung, warum die Bilder mal zentriert und mal am Rand erscheinen ... Ich hab mein Bestes versucht, sie zu formatieren :) Stört euch einfach nicht dran!

Freitag, 10. Oktober 2014

Rassismus und Korruption in Südafrika

Wie jeder weiß, ist das Apartheid-Regime seit 20 Jahren in Südafrika Geschichte.

Und? Hat sich was geändert?

Nicht wirklich, wie ich durch viele Gespräche erfahren habe.

Größtenteils gilt immer noch ein Prinzip! Schwarz gegen Weiß und Weiß gegen Schwarz und auch Schwarz gegen Schwarz!

Nun steht es mir mit Sicherheit nicht zu, über dieses Thema irgendein Urteil abzugeben oder dieses gar zu bewerten.

Aber es ist wie es ist und ich finde, es ist auch einmal notwendig darüber offen und ehrlich zu schreiben.

Größtenteils sieht es so aus:

Die weißen Bürger der Elite des Landes haben immer noch das Geld und können sich demnach in ihren Villen hinter Elektrozäunen und mit Sicherheitspersonal verschanzen. 

Wenn man als weißer Mensch aber nicht in dieser Geldliga mitspielt und sich beispielsweise als Dachdecker selbständig machen möchte, muss man sich in einer Warteliste eintragen, um ein "Permit" zu bekommen. Da diese Permits nach Hautfarbe ausgestellt werden, hängen diese nicht gestopften weißen Leute ganz am Ende der Warteschleife, können halt nicht in ihrem Beruf arbeiten und müssen sich mit Hilfsjobs über Wasser halten.

Sorgt für ein bisschen Unmut ...

Wenn man als schwarzer Mann vorne in der Warteschlänge hängt und endlich ein Permit als Dachdecker erhält, heißt das nicht unbedingt, dass man auch Aufträge bekommt. Die wenigsten schwarzen Leute können einen Handwerker bezahlen und flicken sich ihre Unterkünfte mehr oder weniger selbst zusammen. Von den weißen Leuten erhält der schwarze Dachdecker aber ebenfalls keine Aufträge. Weiße Leute suchen sich die verbliebenen weißen Dachdecker aus.

Sorgt ebenfalls für ein bisschen Unmut ...

Und wenn nun der schwarze Dachdecker, der ja ebenfalls seine Familie ernähren muss, sich auch Hilfsjobs sucht (und definitiv keinen Job in der Tourismusbranche erhält), sich diese restlichen Jobs mit Leuten aus dem Senegal, Kamerun oder Äthopien teilen muss, sorgt das ebenfalls für Unmut ....

Eigentlich sind also alle unzufrieden! Ausgenommen die weißen Leute in der Capetown-Region und in Stellenbosch :)

Ich kann das nur mit einem Smiley hinterlegen, da mich dieses Thema sehr beschäftigt. Und ich als Außenstehende vermute ganz stark, dass das Thema Kriminalität und Rassismus in den nächsten Jahren in Südafrika noch immens steigen wird.

Ich habe von etlichen Weißen gehört: "Kaffer! Die kriegen es nie auf die Reihe! Guck sie dir doch an! Im Grunde genommen sind sie faul und wollen nur schlafen und saufen!"

Ich habe von etlichen Schwarzen gehört: " Wir hassen die Weißen! Immer noch! Ich bin so erzogen! Und glaube mir, vor 10 Jahren hätte ich mich nicht mal mit dir unterhalten! Bloody Capetown-Chicks!"

Ich habe außerdem von etlichen Schwarzen gehört: "Wir wollen die Afrikaner (Senegal etc.) nicht in unserem Land haben! Wir haben selber nichts! Scheiß auf Black Brother!"

Und gerade heute habe ich einen Artikel in einer Zeitung überflogen, wonach es "weißen" Leuten verboten ist, zu betteln. Wohlgemerkt, nur den weißen ...

Tja, und nun? 

Ist die Vision von Nelson Mandela gescheitert? Den sie im übrigen alle lieben, sowohl schwarz als auch weiß?

Ich hoffe nicht! Das Ende der Rassentrennung ist erst eine Generation her ... 

Aber ich habe ein bisschen Sorge, dass die Südafrikaner auf einem Pulverfass der Gegebenheiten, Arbeitslosigkeit, Formalien und auch der Gefühle sitzen. Und das dieses von vielen Leuten einfach nicht wahrgenommen werden will. Insbesondere von der Regierung, über die alle schimpfen. Da sind schwarz und weiß sich total einig :) Es gibt anscheinend eine immense Korruption und das schließt sowohl die kleinsten Beamten als auch die höchsten Regierungsträger ein ... 

Drückt die Daumen, dass Mandelas Vision nicht scheitert ... 

Das "Vorzeigemodell" - wie Südafrika oft in der Vergangenheit beschrieben wurde - gibt es meiner Meinung nach allerdings nicht mehr.