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Donnerstag, 13. November 2014

Ein letzter Blick auf meine Berge ....

Ohne weiteren Kommentar ... Jeder, der mich gut kennt, weiß auch so, dass die Tränen wieder kullerten :(

Ich bin und bleib 'ne Heulsuse ...


Mittwoch, 12. November 2014

Grenzübergang nach Indien

Morgen geht es weiter nach Indien!

Eigentlich wollten wir in Belahiya in der Nähe von Lumbini cool zu Fuß über die Grenze gehen und von Sunauli aus (dem indischen Grenzort) weiter nach Varanasi fahren.

Da uns aber niemand in diesem Land (und auch in meinen Reiseforen) sagen kann, ob es einen direkten Bus von der indischen Seite der Grenze nach Varanasi gibt, haben wir uns dagegen entschieden. 

Die Aussagen gehen von "Klar, das geht!" über "Eigentlich müsste das gehen!" und "Theoretisch gibt es einen Bus, ich weiß aber nicht, ob der morgens oder abends fährt", "Von Varanasi aus gibt es Busse" (interessiert uns nicht so richtig, wir wollen ja in die andere Richtung) bis hin zu "Nein, wenn ihr nach 7:00 Uhr an der Grenze ankommt, müsst ihr eine Nacht übernachten und morgens den ersten Bus um 5:00 Uhr ab Sonauli nehmen!" 

Hinzu kommen etliche Schauergeschichten von anderen Travellern in den Foren, die leider die Erfahrung gemacht haben, dass sie (insbesondere abends oder nachts) mehr oder weniger gezwungen wurden, ihre Bargeldreserven an irgendwelche obskuren Sicherheitsdienste auf der indischen Seite herauszugeben, damit sie überhaupt weiterreisen konnten.

Außerdem haben wir Belahiya ausgiebig begutachten können, da wir dort 2 x auf der Tour von uns nach Lumbini gehalten haben.

Glaubt mir ... Es gibt schönere Orte! Müllkippe mit Verkehrsstau trifft es eigentlich ganz gut! 

Und wenn der nepalesische Grenzort schon so aussieht, kann ich mir bildhaft vorstellen, wie es auf der indischen Seite aussieht :(.

Ich habe allerdings herausgefunden, dass die Möglichkeit besteht, von der Grenze aus mit dem Bus nach Garakphur zu fahren und dort in einen Zug nach Varansi zu steigen. Laut Homepage der indischen Railway gibt es allerdings nur 2 Züge, der eine kommt um 23:30 Uhr am Hauptbahnhof in Varanasi an, der andere morgens um 4:15 Uhr.

Da ich etlichen Leuten versprochen habe, vorsichtig zu sein und uns nicht unnötigen Gefahren auszusetzen, haben wir uns entschlossen, von Kathmandu aus mit Air India nach Varanasi zu fliegen. 

Kostet zwar umgerechnet pro Person 175,00 Euro und ist damit ca. 10 x so teuer wie geplant, dauert dafür aber nur 45 Minuten (und nicht wie mit dem Bus bzw. der Bahn ca. 16 Stunden) und wir kommen nachmittags im Hellen an.

Werde ich eigentlich spießig? Oder zu vorsichtig? 

Vor einigen Jahren hätte mich überhaupt nicht interessiert, wie ich von der Grenze weiterkomme und einfach auf mein Glück vertraut.

Oder liegt es daran, dass ich Hannah mit dabei habe und mein "Muttergen" durchkommt?

Was meint ihr?


Dienstag, 11. November 2014

Interessanter Tag in Pashupatinath

Was den Muslimen ihr Mekka, ist den Hindus Pashupatinath :)

Jeder muss einmal in seinem Leben herkommen. Hier bestattet zu werden (ebenso wie am Ganges in Indien) gilt als große Ehre und sorgt für eine schnelle und gute Wiedergeburt.

Pashupatinath liegt nur knapp 8 km vom Stadtzentrum von Kathmandu entfernt. Ich habe dem Tempelkomplex daher heute an meinem vorletzten Tag noch einen Besuch abgestattet.

Die Fahrt mit dem Taxi kostete 300 Rupien, der Touristen-Eintritt von 1.000 Rupien hat mich allerdings wieder mal kurz nach Luft schnappen lassen!

Den Tempel an sich dürfen Nicht-Hindus (also auch ich) nicht betreten. 


Glaubt ihr mir, wenn ich euch erzähle, dass normale Touristen sich aufgrund des Eintritts zum Affen gemacht haben und der Security am Eingang des Tempels weismachen wollten, sie seien schon immer Hindus gewesen? Oder - noch schöner - sie hätten sich in Nepal entschlossen, Hindus zu werden? Und dabei eine Spiegelreflex-, eine Pocketkamera und ein Handy in den Händen halten, um ein möglichst gutes Foto von dem Inneren des Tempels zu schießen?

Ich habe mich ehrlich gesagt ein bisschen fremdgeschämt ...

Der äußere Tempelkomplex allerdings ist für jeden frei zugänglich. Und außer dem Shiva-Tempel gab es auch noch genug andere Dinge zu sehen.





Sadhus gab es natürlich auch zuhauf!

Bis heute wusste ich nicht, dass es auch bei den heiligen Männern 4 "Kasten" gibt! Die einen dürfen angeblich sogar Alkohol trinken und Sex haben. 

Ich konnte diese Geschichte nicht so ganz glauben, da ich bisher immer davon ausgegangen bin, dass Sadhus jeglichen weltlichen Freuden entsagen. Aber wer bin ich, diese Aussage in Frage zu stellen :)

Hat sich bestimmt ein "Touristen-Sadhu" ausgedacht, um die Mädels rumzukriegen :)


Eine andere Geschichte allerdings fand ich ziemlich interessant.

Asiatische Tempel sind voll mit exotischen (und teilweise sogar pornografischen) Abbildungen.

Und wisst ihr, warum das so ist?

Tempel waren früher (und sind es in bestimmten Regionen sogar heute noch) die einzigen Orte, an denen sich sowohl Männlein als auch Weiblein aufhalten.

Da sich viele "Verlobte" früher erst am Tag ihrer Hochzeit kennenlernten und über Sex natürlich auch innerhalb der Familie nicht geredet wurde, dienen die Tempelschnitzereien quasi als "Aufklärungsobjekte".

Jungs und Mädchen konnten sich die Abbildungen anschauen und wussten ungefähr, was von ihnen in der Hochzeitsnacht erwartet wurde :)


Fand ich ziemlich spannend und - ganz im Gegensatz zu der Sadhu-Geschichte - auch schlüssig!

Und natürlich gab es auch Bestattungen.

Während meines Besuchs fanden 5 "Beerdigungen" statt. Ich versuche einmal, euch diese zu beschreiben. Wer zart beseitet ist, guckt bei einigen Fotos einfach weg ;)

Genau wie der Ganges in Indien ist der Bagmati (an dem Pashupatinath liegt) ebenfalls ein heiliger Fluss.

Die Toten werden mit den Füßen ins Wasser des Flusses gelegt, der Kopf zeigt zum Shiva-Tempel.



Bei männlichen Toten ist der älteste Sohn für die Rituale der Zeremonie zuständig, bei weiblichen der jüngste Sohn.

(Ihr merkt, ich habe mich wieder ausgiebig mit den Leuten unterhalten!)

Dem Verstorbenen wird zum Abschied ein Schluck Flusswasser in den Mund geträufelt und nachdem dieses passiert ist, kommen alle Verwandten und Freunde und behängen die Leiche mit Blumen und Glückssymbolen.

Ich hatte nicht den Eindruck, dass - wie bei uns - richtige "Trauer" herrschte. Es kam mir eher so vor, als würden die Toten wirklich mit ein wenig Freude ins Nirwana geschickt. Keine Ahnung, wie ich das anders ausdrücken soll. Auf jeden Fall habe ich nicht mitbekommen, dass die Verbliebenen groß rumgeschluchzt haben ...

Nachdem die Leiche also hübsch geschmückt wurde, wurde diese - ähnlich wie bei uns im Christentum - von 4 Personen zum eigentlichen Verbrennungsort getragen.


An diesem Ort waren wieder Rituale einzuhalten. Der erste (oder letzte) Sohn geht 5 mal mit dem Brahmanen (Priester) im Uhrzeigersinn um die Leiche herum, die Verwandten und Freunde bleiben im Hintergrund.

Schließlich steckt der Sohn ein mit Öl oder Butter getränktes Strohbündel in den Mund des Verstorbenen und zündet dieses an. 


Damit ist die eigentliche Zeremonie beendet. Die Leute bleiben allerdings an den Verbrennungsstätten sitzen, bis der Tote vollkommen zu Asche verbrannt ist.

Tja, und während ich so auf der anderen Seite der Ghats stand und mir die Bestattungen angeschaut habe, fiel mir wieder mal auf, dass wir uns alle viel zu wichtig nehmen.

Nach knapp 3 Stunden ist nämlich nur noch das von uns übrig!


Vielleicht sollten wir alle mal darüber nachdenken?


Montag, 10. November 2014

Kathmandu feels like coming home!

Wir sind schon wieder in Kathmandu!

Und es ist wie nach Hause kommen :)

Kein Wunder, inzwischen sind wir ja das 3. Mal in diesem Moloch von Stadt. Wir übernachten wieder bei Hari im Zen Bed & Breakfast und alle Leute auf den Straßen erinnern sich an uns.

"Mom! You're back! How nice!"

"Mam, how was Pokhara? Do you remember me?"

"Mom! Now you want to buy some hashish, okay? You have to! You are in Shivas country!"

"Oh! You're back! Nice to see you again! What did you do the last days?"

Ich rede hier wohlgemerkt nicht von den Leuten in unserem Guesthouse und dem Schneider und den Verkäufern in unserer kleinen Gasse, sondern von den Leuten auf den Straßen in Thamel.

Kathmandu ist immer noch staubig und dreckig, allerdings längst nicht mehr so voll mit Touristen, wie noch vor 4 Wochen. 

Vielleicht erinnern sich die Leute deswegen so genau an uns?

Ansonsten ist alles beim Alten. Die Affen hangeln sich auf durchhängenden Stromkabeln über die Straßen, die Rikschafahrer haben ihre Fahrzeuge mit bunten Blumen geschmückt, überall schalt "om mane padne hum" durch die Straßen und die Kinder drängen sich beim Spazierengehen an uns und halten unsere Hände und üben mit uns Englisch.





Und wisst ihr, was ich persönlich ja auch ganz schön finde? Ich fühle mich so "wissend" :). 

Wenn ich mir die Gespräche anderer Leute so nebenbei anhöre, muss ich immer nur grinsen. Vielleicht nicht ganz die feine Art, aber es ist halt so ...

Wie komme ich zu dem und dem Platz? Wie teuer ist ein Taxi? Wie lange dauert es zu dem und dem Tempel? Kann ich zu Fuß nach da und da gehen? Wo finde ich ein Reisebüro? Wo ist der Busstand? Wie komme ich nach Pokhara und wie teuer ist ein Ticket? Wann wird der Strom üblicherweise abgestellt? Wie teuer sind Yogastunden, Jacken, Tee, Haarbänder, Hosen, Ersatzadapter, Shampoo, Bücher, Zahnpasta, Kekse und so weiter?

All das weiß ich bereits :)!

Ich muss mir darüber keine Gedanken mehr machen und schon gar nichts in Erfahrung bringen!

Ich kann einfach nur morgens auf die Dachterrasse gehen, den Blick über die Häuserschluchten gleiten lassen, gucken, ob ich einen Berg entdecke und danach runter gehen, mit Hari und Suri plauschen und mein Frühstück bestellen :)


Wahrscheinlich ist Kathmandu für viele Leute der Horror. Ich allerdings bin so verliebt in diese Stadt, dass ich bereits jetzt gar nicht an unseren Abschied denken mag ...


Montag, 3. November 2014

Sarangkot

Wer in Pokhara übernachtet, wandert auch nach Sarangkot. 

Sarangkot liegt ungefähr 3 Stunden Gehzeit von Pokhara entfernt. Mit einem wolkenfreien Blick auf den Himalaya wird man allerdings nur belohnt, wenn man rechtzeitig aufbricht. Und nicht wie wir, erst noch in Ruhe frühstückt ...


Trotzdem schön!



Sarangkot ist der mit Abstand beliebteste (und am leichtesten zu erreichende) Aussichtspunkt in der Nähe von Pokhara. Außerdem hat man von dieser Stelle aus auch einen Blick auf Pokhara und den See.


Inzwischen gibt es auch einige einfache Unterkünfte in dem kleinen Bergdorf. Die meisten mit einem kleinen Restaurant auf dem Dach und einer entsprechenden guten Sicht (jedenfalls, sofern es nicht so diesig wie heute ist). Man kann also auch gut nachmittags von Pokhara hoch laufen, dort übernachten und morgens in aller Herrgottsfrühe den Sonnenaufgang hinter den Bergen beobachten ...


Donnerstag, 30. Oktober 2014

Ankunft in Pokhara

Heute morgen sind wir von Kathmandu mit dem Bus nach Pokhara gefahren. Für die 180 km Strecke haben wir knapp 9 Stunden gebraucht!

Da dieser Blog ja nicht nur meiner Selbstbeweihräucherung dienen, sondern auch Informationen für andere Reisende geben soll, kurz die Info, dass ungefähr 56 Busse zur gleichen Zeit am Tourist Bus Park an der Tridevi Marg standen... 

Es ist also kein Problem, einen Platz zu ergattern. Vorbuchen ist dennoch angesagt.

Wir sind mit Blue Sky gefahren und haben für die Fahrt 10,00 US-Dollar (oder auch 10.000 Rupien) gezahlt.

Man kann auch für teureres Geld (19,00 US-Dollar) mit Greenline Tours fahren und hat dann Getränke, AC und Musik an Bord.

Oder für weniger Geld mit den local Bussen ab dem Naya (New) Bus Park in Gongabu (ca 3 km außerhalb von Thamel). Da kostet die Fahrt nach Pokhara dann nur 5.000 Rupien. Ich persönlich habe ich mich aber dagegen entschieden. 

Und das nicht, weil ich es nicht lieben würde, in öffentlichen Bussen durch Asien zu reisen, sondern aus einem einzigen Grund:

Ich bin locker 40 cm größer als die meisten Leute hier!

Schon bei einer kurzen Taxifahrt schwellen meine Knöchel auf Ballongröße an. Und das trotz - ich oute mich mal jetzt - Kompressionsstrümpfen! Die mir hier sehr gute Dienste leisten ...

In einem normalen Taxi liegen meine Knie eng an den Ohren des Fahrers an. Und das ist jetzt kein Witz!

Insofern ... Tourist-Bus gebucht und dort eingestiegen.

Serpentinen rauf, Serpentinen runter ... und alle Busse und LKW's, die in diesem Land fahren, fuhren mit uns auf dem Highway No. 1!

Den Highway (auch Prithvi Highway genannt) dürft ihr euch aber nicht als Autobahn vorstellen. Es handelt sich dabei um eine normale enge Straße, die allerdings größtenteils geteert ist und nur noch wenige unbefestigte Teilstücke hat. 

Es gibt in Nepal kaum Autos, höchstens in den Straßen von Kathmandu oder auch jetzt in Pokhara. Und wenn, werden diese als Taxen genutzt.

Insofern reist ganz Nepal eng zusammengepfercht per Bus und LKW durch die Gegend. Immer mit dem Blick auf großartige Reisterrassen, reißende Flüsse und Abgründe. Oder man geht halt zu Fuß ...

Über die Flüsse führen schwindelerregende Hängebrücken, manchmal auch nur Seilwinden, an denen die Bergbewohner in kleinen Kunststoffkisten hängen und sich über die Flüsse ziehen. 

Leider gibt es keine Fotos von der Fahrt, da mein Akku alle war und mein Ersatzakku gut verpackt im Gepäckraum des Buses lag ;(.

Pokhara ist Eldorado der Leute, die die Annapurna-Besteigung oder -Begehung machen wollen. Außerdem Travellers Paradise (wie Leute wie uns), die einfach nur ein bisschen abhängen, andere Leute treffen oder Tageswanderungen machen wollen.

Unser "Hotel" ist leider grottig. Ich habe dieses gestern abend noch aufgrund einer Empfehlung bei Booking.com gebucht ("Du MUSST vorbuchen, die sind immer ausgebucht!"). Hätte ich das man nicht getan ... 

Wir zahlen einen vollkommen überteuerten Preis (24,00 US-Dollar) für ein Zimmer, das spakig und schimmelig ist und weder Licht noch Warmwasser besitzt. Ich habe keinen Nerv mehr, mich heute damit auseinanderzusetzen, aber für morgen früh habe ich schon mal Gesprächsbedarf mit meinem Vermieter angemeldet. Der im übrigen sehr nett und hilfsbereit, meiner Meinung nach aber ein bisschen zu sehr begeistert von mir ist ... "Sabine, how are you? Sabine, do you need my help? Sabine, where is your husband?" And so on and so on ...

Jetzt flitze ich erstmal ins Dorf, was essen. Bin vollkommen ausgehungert. Wenn das so weiter geht, werde ich noch ganz dünn :)




Mittwoch, 29. Oktober 2014

Ich habe ihn gesehen!

Heute habe ich mir einen meiner sehnlichsten Wünsche erfüllt und mir den Mount Everest angeschaut!

Schnell und behende wie eine Gazelle bin ich vom Basislager über den Khumbu Icefall geklettert und dann flugs den Berg weiter hinauf gelaufen. Kein Problem mit eventueller Höhenangst! Überhaupt kein Problem! Am Hillary Step habe ich kurz angehalten, meine Kamera gezückt und ein Foto vom Gipfel geschossen, bevor ich auf diesem dann meine Sponsorenflagge gehisst und ein Selfie von mir geschossen habe.



Kleiner Scherz!

Ich habe mir heute einen Mountain flight gegönnt. Diese Flüge werden von verschiedenen Airlines sowohl von Kathmandu als auch von Pokhara aus angeboten. In Kathmandu starten die Flüge morgens ab 6:30 Uhr und man wird mit einer kleinen Propellermaschine dicht an die Berge des Himalayas geflogen.



Der Flug war der Hammer (dazu später mehr), aber allein die Stimmung am Inlandsflughafen von Kathmandu hat die Ausgabe der 200,00 US-Dollar fast schon gelohnt.

Da gerade Hauptreisezeit ist und sich die Berge (eigentlich) in voller Pracht zeigen sollen, sind die meisten Leute natürlich unterwegs, um auf die Berge zu klettern. 

Und von denen tummelten sich viele in der Abflughalle rum. Alle schwer mit vollen Rucksäcken und Bergsteiger-Equipment bepackt, viele schon vor dem Abflug aufgrund der ganzen Vorbereitungen vollkommen ausgemergelt. 

Und dazwischen ich mit Kleidchen und Wanderschuhen ;(!

Die mitleidigen Blicke, die mir zugeworfen wurden, habe ich mir sicherlich nur eingebildet ...


Ich denke, nicht jeder weiß, dass ich seit ungefähr 15 Jahren fast jedes Bergsteigerbuch, das sich auch nur im entferntesten mit dem Himalaya beschäftigt, verschlinge, oder?

Aber glaubt es mir! Ich kenne diese Gegend wie meine Westentasche! Jedenfalls auf der Landkarte! 

Sollte ich jemals mit der entsprechenden Kondition (und der ebenfalls entsprechenden gesundheitlichen Verfassung) in der Lage sein, in Lukla zu landen, könnte ich den Weg von Lukla über Namche Bazar und Tengboche bis ins Basislager des Mount Everest wahrscheinlich wirklich im Schlaf ablaufen.

Blödsinn! Wahrscheinlich könnte ich mir mein Geld sogar als Guide verdienen und selber Bergsteigerbücher schreiben!

Aber es ist halt wie es ist und insofern stand ich nur staunend inmitten der ganzen Hardcore-Bergsteiger und habe meine Helden bewundernd.

Trotzdem geil! Und ich war schon wieder so gerührt ... Das muss im übrigen dringend aufhören! Ich komme von diesem "Ah, ist das alles toll hier" gar nicht wieder runter. Wenn das so weitergeht, erreiche ich in diesem Land auch noch Berühmtheit. Nämlich als "die Frau, die immer wieder in Tränen ausbricht" ...

Zurück zu meinem Flug ...

Eigentlich wollte ich mir diesen Flug als Geburtstagsgeschenk gönnen! Leider habe ich etwas zu lange mit dem Preis gehadert und war - als ich mich endlich zur Buchung entschlossen habe - ein wenig zu spät dran, so dass es am 19.10. nicht geklappt hat. Insofern war es erst heute morgen soweit ...

Und während ich so im Flugzeug saß und (wieder mal mit dickem Kloß im Hals und Tränen in den Augen) auf "meine" Berge geschaut habe und einfach rundum glücklich und zufrieden mit mir und meinem Leben war, fiel mir ein, dass heute der 70. Geburtstag meiner Mutter gewesen wäre!

Spontan und uneigennützig wie ich (meistens) bin, habe ich mich flugs umentschlossen und IHR den Flug zum Geburtstag geschenkt.

Wahrscheinlich hätte sie gar nicht viel Wert darauf gelegt und dieses als "blödes Zeug, braucht kein Mensch" abgetan.

Aber vielleicht vielleicht hat sie ja doch von oben zugeschaut und sich ein wenig mit mir gefreut :). 


Ich jedenfalls hätte ihr von Herzen gewünscht, dass sie sich ihre Träume auch hätte erfüllen können ...








Dienstag, 28. Oktober 2014

Visum für Indien ist da!

Zwar nicht wie beantragt für 6 Monate, sondern "nur" für 3 Monate, aber das will ich jetzt mal nicht weiter in Frage stellen ... 

Reicht uns ja auf jeden Fall auch!

Samstag, 25. Oktober 2014

Abschied von Boudhanath

Ein letztes Bild vom Stupa in Boudhanath!

Gerade von meiner Hollywoodschaukel auf meiner Dachterrasse aufgenommen:



Donnerstag, 23. Oktober 2014

Wanderung nach Pulahari und Kopan

Boudhanath bietet sich nicht nur als "zum auf den Stupa gucken und durch die Gassen schlendern an", sondern auch als guter Wanderort.

Hannah und ich haben daher heute eine leichte Wanderung zu den Klöstern Kopan und Pulahari unternommen.

Klöster an sich interessieren mich nun nicht besonders (ganz im Gegensatz zu Stupas!)!

Und ehrlich gesagt kann ich mir auch etwas Schöneres vorstellen, als mir alte Haarbüschel oder ausgefallene Zähne irgendwelcher vor langer Zeit verstorbener Heiliger anzuschauen (wofür insbesondere das Kloster von Kopan bekannt ist). Aber wem es gefällt ...

Die Wanderung an sich war sehr schön und auch für mich nicht so sehr durchtrainierte Person :) leicht zu schaffen. Insgesamt benötigt man für die 12 km Roundtour ungefähr reine 3 Stunden Gehzeit. Die Tour ist also gut an einem Vor- oder Nachmittag von Boudhanath aus zu schaffen.

Anbei ein paar Eindrücke, die mir auf der Tour ins Auge gefallen sind. Wer Klosterbilder sehen will, muss diese googlen :)








Wie man dem letzten Foto unschwer entnehmen kann, hat Hannah den Afrika-Lifestyle noch nicht so ganz abgelegt :)



Mittwoch, 22. Oktober 2014

Wunderschönes Boudhanath

Seit heute sind wir in Boudhanath (oder auch Boudha).

Boudhanath ist das Herz der tibetischen buddhistischen Gemeinde und Pilgerstätte der Exiltibeter in Nepal.

Wahrscheinlich reicht es vielen Leuten, Boudha als Tagesauflug von Kathmandu aus zu erleben. 

Da wir höchstwahrscheinlich (dieses Mal) nicht mehr nach Tibet kommen werden, wollte ich allerdings wenigstens eine Nacht in Boudhanath übernachten, um diesen Ort sowohl morgens als auch abends zu erleben.

Und es war die richtige Entscheidung!


Ich jedenfalls bin schon wieder neu verliebt :)

Der Platz und der Stupa sind überfüllt von Gläubigen. Alte Hutzelfrauen und dünne Männlein werfen sich auf den Boden, um den Stupa zu umkreisen. 


Butterlampen brennen morgens und abends an jeder Ecke in den kleinen Gassen.



Überall herrscht Gesang und aus den Gebäuden dringen tibetische Mantras. 

Mönche und Nonnen halten ihre Gebetsketten in den Händen und zählen diese ab. Selbst wenn sie ein schickes Smartphone in der anderen Hand halten :)



Und zudem wohnen wir noch in einem Guesthouse, das einem Kloster angeschlossen ist. Dieses war nicht geplant, passt aber perfekt zu dem Ambiente dieses Ortes!


Swayambhu hat mich ja schon umgehauen, aber Boudhanath übertrifft es noch. 


Ich bin beseelt und dank meiner neu erworbenen Musik mit tibetischen Gesängen befinde ich mich eigentlich nur noch im Lotusblütenmodus ...

Und Hannah ist auch ganz entspannt :)


Montag, 20. Oktober 2014

Traumhafter Nachmittag in Swayambhu

Den heutigen Nachmittag haben wir in Swayambhu (oder auch Swayambhunath) verbracht.


Dieser Tempelkomplex liegt auf einem Hügel im Westen von Kathmandu und ist für die Buddhisten von Nepal von höchster symbolischer und spiritueller Bedeutung. Angeblich handelt es sich bei diesem Ort auch um die Quelle der Entstehung von Kathmandu. Ich will euch jetzt nicht groß mit den geschichtlichen Daten oder den Bauweisen und Besonderheiten des Stupas langweilen. Wer sich dafür interessiert, kann dieses gerne hier nachlesen.

Es heißt, dass man sich mit einem hier verrichteten Gebet 13 Milliarden (!) Mal mehr Verdienste erwirbt als anderswo. Dementsprechend gut besucht war der Platz. 


Und eine dementsprechende Stimmung (be)herrschte den Platz. 

Ich bin nicht besonders religiös! Ich "bastele" mir meine Religion eher aus verschiedenen Sachen zusammen und nenne das allgemein "das Universum". Aber selbst ich hatte eine Gänsehaut, als ich mitbekommen habe, mit welcher Inbrunst und Ernsthaftigkeit die buddihistischen Pilger den Stupa umwandelten und dabei die (angeblich) 6.000 kleinen Gebetsmühlen im Kreis darum angeordneten Gebetsmühlen in Bewegung setzten. 


Nun stellt euch zu solcher Stimmung noch die monotonen Gesänge der Mönche aus dem angeschlossenen Kloster vor, die durch das Fenster nach draußen dringen, und dann könnt ihr euch ungefähr vorstellen, welch einen Kloß ich um Hals hatte ...

  
Die Tränen kullerten!

Ich habe sie kullern lassen und mich einfach hinter meiner Kamera "versteckt" :).




Wir beantragen mal schnell ein Visum für Indien ...

Den heutigen Vormittag (wie eigentlich auch den ganzen gestrigen Tag) haben wir fast ausschließlich damit verbracht, unser Visum für Indien zu beantragen. 

Dieses ist schon in Deutschland manchmal - wenn auch nicht immer - recht langwierig ... 

Wenn allerdings die nepalesische Bürokratie auf die indische trifft, nepalesische Webseiten nicht mit denen der indischen Botschaft zusammenarbeiten, sowohl in Indien als auch in Nepal Ausnahmezustand angesagt ist, weil "Tihar" gefeiert wird und zusätzlich zwischendurch immer Stromausfall herrscht, so dass man nicht in der Lage ist, die seitenlangen Visa-Anträge auszudrucken , dauert es halt das dreifache der Zeit.



Wir sollen unsere Pässe nebst Visum nächste Woche Dienstag zurück erhalten, drückt die Daumen, dass das alles klappt.

Ansonsten steht uns die gleiche Prozedur noch einmal bevor :)

Nicht, dass es nicht "interessant" wäre, aber irgendwann ist auch mal gut ...