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Freitag, 14. August 2015

Geheimtipps für die Langzeitreise :)

Was ihr meiner Meinung nach definitiv nicht in eurem Rucksack benötigt, wisst ihr ja schon!

Aber wisst ihr auch schon, woran ihr auf jeden Fall denken solltet? Und was uns niemand vorher gesagt hat?

An einen Dreier-Stecker!

Womit reist ihr? Mit Handy, Kamera, Laptop? Ich vermute mal, alle meine Leser nicken :)
 
Wieviele Steckdosen gibt es in einem Low-Budget-Bungalow oder Zimmer?

Richtig!

Eine!

Ohne Dreierstecker seid ihr also definitiv aufgeschmissen!
 
Es gibt natürlich die Möglichkeit, das technische Equipment an der Rezeption aufzuladen. Wer sich "anstellen" und auf einen Dreierstecker verzichten möchte, kann das gerne tun. Ich habe allerdings die Erfahrung gemacht, dass an den "offiziellen Stromaufladestationen" ein Hauen und Stechen herrscht, welches nur mit dem Kampf um die Pool-Liegen bei einem Pauschalurlaub vergleichbar ist :)

Also .. macht euch keinen Stress und packt einen ordinären Dreierstecker ein!

In diesem Zusammenhang noch ein Tipp zum Thema Adapter!
 
Ich habe mir vor der Abreise einen "Universaladapter" gekauft! Vergesst es einfach ... Er passte schon nicht in Südafrika, in Nepal auch nicht. In Indien habe ich ihn dann nach Hause geschickt! Kauft euch in den jeweiligen Ländern einen Adapter für wenig Geld und lasst ihn für eure Nachmieter im Zimmer liegen. Die freuen sich darüber und ihr müsst ihn nicht mitschleppen, weil ihr im nächsten Land sowieso wieder einen kaufen müsst.
 
Was hätte ich noch  nicht missen wollen?

Wanderschuhe!

Wanderschuhe sind geil, auch wenn man sie nicht zum Wandern nutzt! Wenn man viel Gepäck auf dem Rücken hat, kann man wunderbar mit ihnen laufen. Man hat einen festen Halt auf dem Moped, wenn dieses mal umkippt und man verbrennt sich nicht die Knöchel (klassische Touristenverletzung!), wenn man im Rollerfahren nicht ganz so geübt ist und beim Absteigen gegen den Auspuff kommt.
 
Und ... ganz wichtig für die Mädels unter euch:
 
Tampons! Deckt euch damit ein und spart nicht daran! Sie reduzieren sich im Laufe der Reise ja zum Glück und machen Platz für andere Dinge im Gepäck. Aber verlasst euch nicht darauf, dass ihr die Teile irgendwo in fremden Ländern kaufen könnt!
 
Habt ihr noch Tipps, was auf jeden Fall in den Rucksack oder den Koffer gehört? Dann haut in die Tasten und hinterlasst mir diese in den Kommentaren :)
 
 
 
 

Samstag, 11. Juli 2015

Und? Bist du schon wieder angekommen?

Lange Zeit war es ziemlich ruhig hier auf meinem Blog :)

Vor über 2 Monaten bin ich nach meiner Langzeitreise wieder in heimischen Gefilden gelandet. 

Viele Leute haben mir Komplimente zu meinem Blog gemacht, gefragt, wie es mir zu Hause ergeht, ob ich bereits wieder angekommen bin und mir das Eingewöhnen schwer fiel. 

Und ganz viele Leute haben mich persönlich und auch per Mail gefragt, wann denn bitte schön der Abschlussbericht zu der Reise folgt ... 

Zuerst einmal: Vielen vielen Dank dafür! Danke für euer fleißiges Lesen und für eure Fragen! 

Und ein großes Dankeschön auch dafür, dass ihr mir Mails schreibt! Anscheinend funktioniert die Kommentarfunktion auf meinem Blog nur suboptimal ...

Natürlich hatte ich vor, ein Resümee der Reise zu schreiben, damit diese einen richtigen "Abschluss" findet.

Aber kennt ihr das?

Wenn ihr etwas zu Papier (naja, in diesem Fall wohl eher auf den Bildschirm) bringt und einen "Abschlussbericht" schreibt, ist es halt auch ein "Abschluss".

Und das fällt mir schwer! Sehr schwer sogar! 

Oft bin ich mit meinen Gedanken nämlich schon wieder weg! Oder schwelge in Erinnerungen :)

Das hat überhaupt nichts damit zu tun, dass ich mich zu Hause nicht wohl fühle. Im Gegenteil! Ich habe einen tollen Job, tolle Kinder, großartige Freunde und einen wundervollen Partner. Dafür bin ich im übrigen sehr sehr dankbar! Love you all!

Aber jedes Mal, wenn ich mich an den Rechner gesetzt habe, um den "Abschluss" zu tippen, konnte ich es nicht. Ich habe mich mehr damit beschäftigt, mir die Bilder unserer Reise anzuschauen und mir einzelne Posts von meinem Blog durchzulesen. Irgendwann bin ich auf anderen Blogs rumgesurft und meine Finger sind wie von selbst immer wieder auf Momondo oder Skyscanner gelandet und haben nach günstigen Flügen geschaut :)

Könnt Ihr das verstehen? Jedenfalls ein bisschen?

Genug geschwallert ... Das ist der Grund, weshalb ihr so lange nichts von mir gehört habt!

Aber nun zurück zum eigentlichen Thema :)

Ja, ich bin wieder angekommen! Recht schnell sogar!

Die ersten 2 Wochen war ich ein bisschen neben der Spur und fernab von der westlichen Welt!

Lebensmittel einkaufen? Ein Abenteuer!

Du  gehst in den Supermarkt und willst mal schnell einen Liter Milch kaufen! Und dann stehst du vor einem 50 Meter langen Kühlregal und wirst erschlagen von lactosefreien, fettarmen, Soja-, Bio-, Ziegen-, Schafs- oder konventionellen Milchprodukten. Alle verpackungstechnisch mit glücklichen Kühen / Ziegen / Schafen auf grünen Wiesen hübsch aufgemacht und in jeglichen Preisklassen!

Ohne Scheiß! Als mir gefühlte 36 verschiedene Packungen Milch ein "Nimm mich! Kauf mich!" entgegenschrien, war ich durch mit dem Thema!

Ich gebe es zu! Ich war überfordert und habe den Supermarkt ohne Milch verlassen. Und zu Hause den Einkauf für die nächsten Tage erst einmal delegiert und die komplette Essensplanung abgegeben :)

Genau so überfordert war ich mit dem norddeutschen Klima, das viele ja für das schönste der Welt halten. Immer Wind! (Gefühlt) immer kalt! 

Ich komme aus Hamburg. Sofern hier die Sonne rauskommt, werden die Jeans in die hinterste Ecke des Kleiderschrankes geschmissen, die Beine und Füße schick gemacht und die Sandalen herausgeholt.

Soll ich euch was verraten?

Ich brauchte meine Füße nicht schick machen! Ich war nämlich die einzige Frau, die auf Parties mit einer Jeans, dicken Socken, Boots und langer Winter-Strickjacke bibbernd am Feuer saß und sich nach ihrer Wärmflasche gesehnt hat!

Außerdem war ich manchmal etwas überfordert mit den ewig gleichen Fragen. "Erzähl doch mal, wie war es denn?"

"Primstens!"

"Und, hast du auch was erlebt?"

"Nein, natürlich nicht!" (Achtung, das war Ironie!)

"Und, hast du auch Leute kennengelernt?" 

"Nein, natürlich nicht!" (Achtung, wieder Ironie!)

"Und, wo war es denn am schönsten?"

"Ääh ...eigentlich überall!"

"Wie überall? Du MUSST doch irgendein Land "am schönsten" gefunden haben!"

Hmm ... ich fand eigentlich alle Länder auf ihre Weise schön! Selbst Südafrika war ja schön, auch wenn ich dieses Land sicherlich nicht als favourisiertes Reiseland hypen werde.

"Und? Wie war das mit der Hygiene? Ist doch sicherlich alles ziemlich schrecklich, oder? Konntest du dich denn überhaupt waschen?"

"Ja, konnte ich! Kein Problem! Man glaubt es kaum, aber es gibt auch in anderen Ländern der Welt Toiletten und Duschen!" (Schon wieder Ironie ...)

"Und, konntest du denn zwischendurch auch mal Wäsche waschen?" (Kein Scherz!)

"Nein, musste ich nicht! Ich habe einfach 8 Monate immer das gleiche T-Shirt getragen!" (Hoffentlich muss ich jetzt nicht wieder ausführen, dass auch das Ironie ist!)

"Und, was hast du denn am meisten vermisst?"

"Ehrlich gesagt nichts!"

"DAS GLAUB ICH JETZT JA NICHT! Wirklich nicht? Nun sag doch mal GANZ ehrlich, was hast du denn vermisst? Nicht mal FERNSEHEN?" (O-Ton mit genau dieser Betonung ...)

Wisst ihr was? 

Ich habe nix vermisst! Wirklich nicht! Ich war froh, 8 Monate einfach weg zu sein. Ich habe natürlich Kontakt zu meinen Freunden und meiner Familie gehabt (was heutzutage dank W-Lan natürlich easy going ist), aber "vermisst" habe ich eigentlich nichts! Weder ich noch Hannah! Im Gegenteil, Hannah und ich haben uns beim Landeanflug auf Hamburg beide zeitgleich irritiert angeschaut und synchron gesagt: "Was machen wir hier eigentlich?"

Wahrscheinlich war ich anfangs etwas unkommunikativ :) 

Meine Freunde können sicherlich damit umgehen, Bekannte und Arbeitskollegen vielleicht nicht. Sorry dafür :)!

Was mir wider Erwarten überhaupt nicht schwer gefallen ist, war das Arbeiten! Ich hatte allerdings auch das große Glück, Anfang Mai einen neuen Job in meiner Firma anzufangen. Wäre das nicht gewesen und hätte ich mich nicht komplett auf neue Aufgaben und neue Leute einstellen müssen, hätte mich der geregelte Tagesablauf anfangs sicherlich überfordert. 

Was mich ebenfalls nicht überfordert, ist der "ach so schlimme Verkehr". Natürlich ist es nervig, wenn die ganze Stadt eine Baustelle ist und Autobahnen gesperrt sind. Aber ... Staus und überfüllte Bahnen und Busse nehme ich überhaupt nicht mehr wahr! 

Lärm stört mich nicht, Hitze (wie am letzten Wochenende ... wat war das schoin) stört mich nicht, schlechte W-Lan-Verbindungen stören mich nicht, Erwartungen und Anforderungen, die an mich gestellt werden, stören mich nicht!

Was mich allerdings wirklich stört, sind die ewigen Nörgeleien! 

Es wird gejammert über "die Griechen"! 
Es wird gejammert, wenn es regnet!
Es wird gejammert, es zu heiß ist!
Es wird gejammert, wenn die Sonne nicht scheint!
Es wird gejammert, wenn Kinder Freude am Leben haben und durch den Garten toben! 
Es wird gejammert, wenn die Post streikt! 
Es wird gejammert, wenn ein geschäftlicher Termin ausfällt!
Es wird gejammert, wenn ein neuer Termin hinzukommt!
Es wird gejammert, wenn man im Supermarkt an der Kasse steht!
Es wird gejammert, wenn der Bus/die Bahn/der Flieger Verspätung hat!
Es wird gejammert, wenn man Steuern zahlen muss!
Es wird gejammert, wenn der Haushalt gemacht werden muss!
Es wird gejammert, wenn auf einer Party nicht die richtige Musik gespielt wird!
Es wird gejammert, wenn der Service in einem Restaurant nicht klappt!
Es wird gejammert, wenn Stunden in der Schule ausfallen!
Es wird gejammert, wenn die Schuhe (angeblich) zum Outfit passen!
Es wird gejammert, wenn sich das Objekt der Begierde 2 Tage nicht meldet!
Es wird gejammert, wenn der Heizungsableser kommt und sich 30 Minuten verspätet!
Es wird gejammert, wenn Billy bei ebay-Kleinanzeigen "immer noch" 20,00 Euro kostet!
Es wird gejammert, wenn das Auto in die Werkstatt muss!
Es wird gejammert, wenn bei Lidl der Staubsauger ausverkauft ist!
Es wird gejammert, wenn die Klimaanlangen in der Deutschen Bundesbahn wieder mal ausfallen (same procedure as every year :))!

Es wird gejammert, gejammert, gejammert .... und das immer auf ganz hohem Niveau!

Ihr merkt, ich bin definitiv wieder "angekommen" ... und nun ist der Post ganz anders geworden als beabsichtigt! 

Wahrscheinlich fällt mir ein "Abschluss" wie ihn einige von euch erwarten (oder wie ich ihn eigentlich schreiben wollte) immer noch schwer :)

Aber ... versprochen ... es gibt noch Resümee darüber, wo ich es am berührendsten, bewegendsten und am "SCHÖNSTEN" fand :)

In diesem Sinne ... dicke Umarmung an all meine Leser

Eure Bine




Mittwoch, 29. April 2015

Anti-Packliste

Auf jeder Reiseblogseite werdet ihr eine Packliste finden.

Es ist also absolut unnötig, dass ich die gefühlte 134.576 Aufstellung über Dinge, die auf Reisen angeblich unerlässlich sind, poste.

Ich mache was anderes ... Ich verrate euch die Dinge, die ich auf meiner 8-monatigen Reise definitiv nicht gebraucht und dennoch die ganze Zeit mit mir rumgeschleppt habe :)

Moskitonetz

Haben wir nicht einmal aufgehängt, weil die meisten Zimmer Netze hatten. Sollten ihr allerdings unter freiem Himmel schlafen wollen, empfehle ich euch dringend, ein Netz mitzunehmen :)

Kartenspiele und Würfel

Wir haben sage und schreibe einmal gewürfelt! Ansonsten sind wir nicht dazu gekommen zu spielen, weil wir viel gelesen oder uns unterhalten haben. Selbst wenn ihr absolute Spielefreaks seid, müsst ihr keine Spiele mitnehmen. In fast jeder Unterkunft liegen die Teile rum. Und wenn ihr sie nicht im Guesthouse findet, haben andere Reisende die Sachen definitiv am Start und freuen sich über Mitspieler :)

USB-Sticks

Ich weiß nicht, was mich kurz vor der Abreise geritten hat! Ich habe 4 (!) USB-Sticks gekauft und diese nicht einmal aus meiner Kruscheltüte herausgeholt! Außer bei der Rückkehr zu Hause :) Da liegen sie nun und warten auf ihren Einsatz.

Vertraut mir: 1 USB-Stick reicht vollkommen aus, selbst wenn ihr jeden Tag hunderte von Fotos schießt. Vermutlich ist jeder in einer Cloud angemeldet (falls nicht, solltet ihr das dringend tun) und genau da legt man die Sicherungskopie der Fotos ab! Definitiv!

Medikamente

Angenommen ihr macht Urlaub in der Toskana! Wer von euch hat dann jede Menge Medikamente dabei? Pilzsalbe, Antibotium, Halsschmerztabletten, Aspirin, Ohrenspray, Herpessalbe, Mittel gegen Durchfall und was es sonst noch so alles auf dem Markt gibt?

Niemand vermutlich! Das braucht man nicht in der Toskana und deswegen braucht man das auch nicht bei einer längeren Reise! Weil es diese Dinge nämlich überall auf der Welt zu kaufen gibt. Und das zu viel günstigeren Preisen als in Deutschland!

Steckt euch 2 Aspirin und für einen absoluten Notfall (der hoffentlich nicht eintreten wird) eine 5-er-Packung Antibotikum in die Seitentasche eures Rucksacks and that's it!

Mückenspray

Gibt es überall für wenig Geld zu kaufen und hilft genau so gut (oder genau so wenig) wie das Zeugs, das ihr hier kauft und das dann bereits bei der Ankunft im Rucksack ausgelaufen ist :)

Reißzwecken

Kleinvieh macht auch Mist! Auch wenn Reißzwecken wenig Platz wegnehmen, ist es unnötig sie mitzuschleppen. Wenn ihr wirklich mal eine benötigt, werdet ihr mit Sicherheit welche beim Vermieter erhalten oder aber die bereits im Bungalow hinterlassenen Teile nutzen :)

Das gleiche gilt für eine

Wäscheleine

Auch diese wirklich praktischen Teile hängen eigentlich schon vor jedem Bungalow! Falls nicht, kauft ihr euch ein kleines Stück, fragt euren Vermieter oder trocknet eure 3 Sachen an einem Baum oder Gebüsch.

Und was haben wir immer und überall benötigt?

Das erfahrt ihr im nächsten Post :)

Sonntag, 15. März 2015

Streets of Cambodia

Ein paar Worte zum Straßenverkehr in Kambodscha :)

Es ist chaotisch! Allerdings nicht ganz so chaotisch wie in Indien!

Es herrscht längst nicht so ein Gehupe und man muss auch keine Angst haben, dass der Moped-Taxifahrer zwischendurch die Hände vom Lenker nimmt, um den Göttern zu huldigen ... Er nimmt die Hände höchstens vom Lenker, um ein paar Kalorien zu sich zu nehmen!

In Kambodscha gibt es (tendenziell) 2 Fahrbahnen und (tendenziell) 2 Fahrtrichtungen. Jedenfalls auf den geteerten Straßen, die allerdings nicht unbedingt Standard sind!

Allerdings hält sich kaum jemand daran ... 2 Fahrbahnen werden gerne mal zu 11 Fahrbahnen. Fahrtrichtungen sind "Vorschläge", die man annehmen kann oder auch nicht. Ampeln sind vollkommen überbewertet Und Verkehrszeichen? Vorfahrtsschilder? Stopschilder? Was bitte schön sind Verkehrszeichen?

Pick-ups, Busse, Mopeds und Fahrräder fahren kreuz und quer. Und nicht nur kreuz und quer in die eine Richtung, auch gerne in die andere Richtung.

Auf kleinen Dorf- oder Landstraßen ist das kein Problem. Aber könnt ihr euch vorstellen, wie es in Phnom Penh zugeht?



Oder auf viel befahrenen "Highways"? Von denen Kambodscha gerade mal 2 hat?



Wir waren nach dem Grenzübergang von Thailand kaum 20 km gefahren, da standen wir auch schon. Unfall! Nichts geht mehr. Sollte man meinen ... dennoch wird die schmale Straße gleich zu einer 6-spurigen :). Unnötig zu erwähnen, dass das im Chaos endete, oder?


Autos sind im Innenraum mit ungefähr 15 Leuten besetzt. Heckklappe auf, da passen dann noch 3 Leute mehr rein :)

Ersatzreifen werden auf's Dach geschnallt, Matratzen aus dem Fenster gehängt. Koffer und kleine Kommoden finden auf der Stoßstange Platz. 

Mehrere Kinder sitzen beim Fahrer auf dem Schoß und drehen fleißig mit am Lenkrad. Dieses lassen sie aber auch gerne mal los, um den großen blonden Touristinnen zuzuwinken und ihnen Kusshände zuzuwerfen.



Frauen fahren im Schlafanzug auf schicken Rollern oder Fahrrädern durch die Gegend, telefonieren dabei und halten ihre Säuglinge im Arm.



6-köpfige Familien finden Platz auf einem Moped. Kinder schlafen auf dem Tank, Babys werden gestillt. Da die Kambodschaner aufgrund der Khmer-Knechtschaft eines am Allerliebsten tun - nämlich essen! - findet sich auch immer noch Zeit, die älteren Kinder auf dem Moped abzufüttern. Oder sich selbst einen Sticky Rice mit Mango in den Mund zu schieben. 

Verdauungszigarette danach ist auch kein Problem! Man benötigt höchstens eine freie Hand zum Fahren. Einer der anderen 6 Mitfahrer kann zur Not einspringen :). Selbst wenn die Mitfahrer erst 3 oder 4 Jahre alt sind!


Fußgänger versuchen derweil verzweifelt, über die Straße zu gelangen und springen von rechts nach links, um den Mopeds auszuweichen oder nicht von Eisenstangen aufgespießt zu werden.


Manchmal klappt es, manchmal auch nicht! Jedenfalls nicht als Touri ... Wir sind da ja schon mehr auf Fußgängerampeln oder Zebrastreifen konditioniert!

Eigentlich hätte ich gerne ein Foto von uns beiden, insbesondere auf den Straßen in Phnom Penh. Hannah - gefühlt - meilenweit von mir entfernt, weil sie schon auf der anderen Straßenseite war, ich wild winkend und rufend auf der anderen Straßenseite :)

Und Reifenpannen gehören in Kambodscha dazu wie Verspätungen der Deutschen Bundesbahn in Deutschland. Auch wir hatten das Vergnügen ...



Aber irgendwie klappt irgendwann alles! Man muss sich doch wundern, oder?

Wenn der Stau zu lange dauert, wird halt ein Essensstand am Rande der Straße errichtet und alle sind wieder zufrieden.







Freitag, 13. März 2015

Otres Beach

Entspannte Tage am Otres Beach!

Sihanoukville ist DER Strandort in Kambodscha! 

Jeder fährt hier hin, die meisten Leute sind auch begeistert von den Amüsements, die dieser Ort zu bieten hat.

Nachdem wir mit dem Bus von Kampot in dieser Stadt gelandet sind, war für mich allerdings klar, dass ich hier auf keinen Fall bleiben werde!

Ehrlich gesagt, habe ich von dem Strand nicht viel gesehen. Aber das, was ich gesehen haben, hat mir gereicht ;)

Auf der Strandseite diverse Restaurants, auf der durch eine geteerte Hauptstraße getrennten anderen Seite mit viel Verkehr diverse große Hotels mit Glitzergeflitzer.

Happy hour rund um die Uhr und Girlie-Bars ...

Einmal das Dilemma anschauen und dann war auch klar, dass wir gleich weiter fahren!

Otres Beach liegt nur 7 km von Sihanoukville entfernt, hat aber ein ganz anderes Flair.





Es gibt nur eine Schotterpiste und einige kleine Restaurants und Bungalowanlagen.

Wir haben uns - nachdem ich den Strand auf und ab gelaufen bin - allerdings für eine ziemlich schnieke entschieden :)

Gerade neu aufgemacht, fetter Pool und traumhafte schicke Bungalows mit allem Schicki-Micki.




Eigentlich bin ich ja ein Fan von "Ich will immer erste Reihe am Strand wohnen". Leider liegen die Huts hier aber nicht direkt am Strand, sondern immer hinter den Bars. Und somit hat man die ganze Zeit irgendwelche Leute vor sich sitzen! Kann man mögen, muss man aber nicht!

Und ehrlich gesagt sahen die Bungalows, die ich mir angeschaut habe, auch nicht gerade prickelnd aus ...

Entweder gab es keinen Platz zum Abhängen (von Hängematten mal ganz zu schweigen) oder sie hatten keine Klos und Duschen. 

Nun wohnen wir also nur durch die "Hauptstraße" vom Beach entfernt. 


Glaubt mir, kein Problem! Zum Strand sind es ungefähr 50 Meter und da die Anlage neu (und noch nicht ganz fertig) ist, werden wir gepampert ohne Ende ... Und das W-Lan ist bisher das Beste auf unserer Reise!

Gibt wahrlich Schlimmeres, als nicht direkt in erster Linie zu wohnen ;)



Und zu den Sonnenuntergängen schreibe ich jetzt mal nix ... meine Lippen sind quasi versiegelt!




Dienstag, 10. März 2015

Anschiss in Kep

Hmm ... ich habe hier schon einmal geschrieben, dass man auf Reisen einfach vertrauen muss.

Heute hat sich leider bewahrheitet, dass der Anschiss leider überall lauert ...

Von Kampot nach Kep ist es nicht weit! Ungefähr 20 km!

Kep war seinerzeit das Urlaubsdomizil der Elite der Kambodschaner. Unter dem Regime von Pol Pot wurde das natürlich hinfällig und Kep verfiel. Im wahrsten Sinne des Wortes ...

Seit ein paar Jahren berappelt sich Kep und wird wieder als Urlaubsdestination gebucht. Sowohl von den Kambodschanern als auch von vielen anderen Asiaten.

Die alten Häuser werden wieder hergerichtet und die Stadt ist am Brodeln. Habe ich gehört und wollte dieses natürlich überprüfen ...

In Kampot werden diverse Ausflugstouren zu den Sehenswürdigkeiten angeboten, die alle auch einen Stopp in Kep beinhalten.

War mir zu doof ... aber hätte ich das man gebucht!

Lange Rede ... kurzer Sinn!

Wir haben uns ein Tuk Tuk (für teures Geld) genommen und sind heute nach "Kep" gefahren. Unser - zugegeben sehr netter - Fahrer hat uns erst zum Crab-Market gefahren. "I will wait for you! No problem!"



Kep ist bekannt für seine frischen Krebse und diverses Seafood, das den Fischern quasi in die Netze springt. Insofern ist der Crab Market bei den Touristen auch ziemlich angesagt. Mich persönlich hat das nicht so umgehauen (und auch im Vorwege nicht interessiert), aber wenn der nette Mensch meint, wir müssen uns das ansehen, tun wir das "vertrauensvoll" natürlich auch.

Vom Crab Market ging es weiter nach Kep Beach.

Eine Ansammlung von Guesthäusern, die sich auf einer Fläche von vielleicht 500 Quadratmetern tummeln. Vor den Guesthäusern ein blendendweißer Strand, hinter dem Strand jede Menge Hängematten, in die man sich fläzen konnte.




Ganz schick, ganz fein!

Aber wo war die Stadt, die ich so gerne besichtigen wollte?

Nachdem Hannah und ich einmal den Strand rauf und runter gelaufen sind, uns die Busstation angesehen haben und kambodschanische Mädchen in Bayern München-Trikots bewundert haben, ging es zurück zu unserem Fahrer.


Und was sagt er? "That's all! Let's go back to the hotel!"

Ich war ein bisschen irritiert, da ich ja immer noch keine "alte" Stadt gesehen hatte. Auf meine Frage, ob das wirklich Kep ist, bekam ich die (äußerst charmante und mit einem wundervollen Lächeln gekrönte) Antwort: "Sure! This is Kep! Did you see the busstation? All the tourist go to this place!"

Mag ja sein, aber ich wollte doch so gerne das "richtige" Kep sehen. Also erneute Nachfrage von mir, wo denn bitte schön die "Stadt" sei.

Ich will euch nicht länger mit unserer Konversation langweilen. Sagen wir es so ... er hat mich davon überzeugt, dass Kep Beach Kep ist.

Dummerweise hatten wir keinen Stadtplan oder ähnliches dabei und konnten ihm nicht das Gegenteil beweisen.

Also haben wir uns darauf eingelassen, mit ihm zurück nach Kampot zu fahren. Und "natürlich" kamen auch noch andere kambodschanische Tuktuk-Fahrer hinzu, die uns das gleiche erzählten. "This is Kep! Of course!"

Ihr wisst, was kommt, oder?

Im Hostel habe ich mir meinen for free Costal Cambodia "Guide" geschnappt und mir die Seite von Kep angeschaut.

Die Stadt war ungefähr noch 2 km von Kep Beach entfernt und hatte all das zu bieten, was ich mir unter Kep vorgestellt habe.

Schade eigentlich ...




Montag, 9. März 2015

Weiterfahrt nach Kampot

Inzwischen sind wir im Süden Kambodschas in Kampot angekommen.

Kampot ist ein kleines Städtchen am Teng Chhou (oder auch Prek Thom River) und liegt knapp 30 Kilometer vor der vietnamesischen Grenze. Viele Reisende legen hier einen Stopp ein, bevor sie weiter nach Vietnam reisen.


In der Stadt selbst beherrschen viele alte Häuse im Kolonialstil die Straßen.



Man kann Wanderungen im Bokor-Nationalpark unternehmen, mit dem Schiff den Fluss entlangfahren oder mit dem Moped oder Fahrrad die weitere Umgebung erkunden.







Reicht uns vollkommen aus, um hier ebenfalls einen Zwischenstopp einzulegen, auch wenn wir nicht weiter nach Vietnam wollen :).